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Handball-Bundesligist Bergischer HC schlägt Ludwigshafen 28:19 (14:8)

Handball-Bundesliga: 28:19 (14:8) gegen Ludwigshafen : BHC fährt sicher die Punkte ein

Der Handball-Bundesligist Bergischer HC hat seinen Aufwärtstrend fortgesetzt. In der Klingenhalle setzte sich das Team um Kapitän Fabian Gutbrod am Mittwochabend (16. Dezember 2020) gegen die Eulen Ludwigshafen mit 28:19 (14:8) durch.

Der BHC, der nur Alexander Weck und Daniel Fontaine ersetzen musste, legte einen Topstart hin. In der 7. Minute traf David Schmidt zum 5:1. Als Linus Arnesson das 6:1 nachlegte, nahmen die Gäste früh die erste Auszeit (8.). Ludwigshafen stellte auf eine offensive Deckung um. Das alles half aber nur bedingt. Die Eulen nutzten auch eine Zeitstrafe gegen Tom Kare Nikolaisen nicht. Stattdessen erhöhte Arnor Gunnarsson per Siebenmeter auf 9:3 (16.).

Der BHC arbeitete konzentriert weiter. Der Vorsprung blieb stabil, auch wenn Ludwigshafen offensiv nun effektiver wurde. Allerdings kamen die Bergischen gegen die 5:1-Deckung der Eulen fortan deutlich schlechter zurecht. Vier Würfe hintereinander fanden nicht ins Ziel. Hinze reagierte und nahm in der 25. Minute die erste Auszeit. Tomas Babak kam für Arnesson. Die Partie verlief nun ausgeglichen. Der BHC zehrte von der komfortablen Führung zu Beginn. Es lief nicht mehr rund, auch die Hallenuhr quittierte vor der Pause ihren Dienst. Rechtzeitig vor der Pause nahm aber zumindest der BHC wieder Fahrt auf. Schmidt und Gunnarsson (ins leere Tor) erhöhten in der Schlussminute wieder auf 14:8.

Auch nach dem Wechsel musste die Mannschaft um Kapitän Fabian Gutbrod zunächst harte Arbeit verrichten. Das gelang ihr aber sehr gut – und auch spielerisch lief es fortan immer besser. Arnesson stellte auf 16:10 (36.), Schmidt eine Minuten später auf 17:10. Das 19:10 durch Gutbrod war schon so etwas wie die Vorentscheidung (40.). Als Max Darj mit dem 21:10 den sechsten BHC-Treffer in Folge erzielte, nahm Ludwigshafen seine zweite Auszeit (42.). Hinze wechselte nun munter durch, auch um Kräfte für den Jahres-Schlussspurt zu sparen. Ärger bereitete weiterhin nur noch die Hallenuhr. Maciej Maidzinski machte das 26:15 (51.), die Messe war längst gelesen. Der BHC gewann souverän.

Sebastian Hinze (BHC-Trainer): „Wir haben geschafft, was wir uns vorgenommen haben. Wir haben eine sehr kompakte Abwehr gestellt, dabei die Kreuzungen des Gegners überragend weggenommen. Dabei hatten wir ein hohes Engagement, eine gute Beinarbeit und über das gesamte Spiel einen guten Torwart. Vorne hat mir nur ganz kurz die Überzeugung gefehlt, als wir nicht getroffen haben, danach machen wir es aber wieder überragend. Was wir im Angriff gespielt haben, häufig über das 2:2 mit unserem Kreisläufer zu gehen, und dann zu schießen, wenn kein Verteidiger kommt, war einfach, aber sehr effektiv. Ich bin auch mit dem Engagement in den letzten sieben, acht Minuten sehr, sehr zufrieden. Da hat man gesehen, dass jeder, auch alle die reinkommen, Bock auf Abwehr haben. Da kann man dann auch Fehler vorne verzeihen, denn beim BHC ist immer die Abwehr Trumpf.“

  • BHC-Trainer Sebastian Hinze.
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  • BHC-Spielmacher Linus Arnesson.
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  • Spielszene aus dem März 2019 gegen
    Handball-Bundesliga: Mittwoch ab 18 Uhr : Liveticker: Bergischer HC - Ludwigshafen

Benjamin Matschke (Trainer Ludwigshafen): „Für unsere jungen Spieler ist es teilweise viel, was los ist. Da werden Fallen gestellt, wir werfen zu schnell oder fabrizieren technische Fehler. Das beste Beispiel sind für mich die 17 Sekunden vor der Pause, die wir in eigenem Ballbesitz ausspielen wollten, dann werfen wir aber viel zu früh und kassieren sogar noch ein Gegentor in den leeren Kasten. Wir sind in einem Prozess.“

Jörg Föste (Geschäftsführer Sport des BHC): „Wir haben über ganz weite Strecken geradezu perfekt Deckung gespielt, und die Torausbeute vorne war auch in Ordnung. Die Spielsteuerung war gegen die 5:1-Deckung des Gegners überragend. Wir haben den vorgezogenen Scholz immer in die Halbposition bekommen und dadurch gute Schusssituation gehabt. Es war ein Start-Ziel-Sieg, was will man mehr? Es ist ein schönes Gefühl, auch, weil wir dadurch in der Lage waren, komplett durchzuwechseln. Das ist in diesen Tagen, in denen wir eine hohe Frequenz haben, sicher auch sehr wichtig.“

Vier Spiele muss der BHC in diesem Jahr noch – die Partien bei den Rhein-Neckar Löwen (23. Dezember, 13:30 Uhr), gegen TuSEM Essen (23. Dezember, 20:15 Uhr, Klingenhalle) und am 26. Dezember beim TVB Stuttgart (16 Uhr).

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