Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV will Insolvenanztrag verhidern

Fußball-Regionalliga: Samstag gegen Rödinghausen : WSV-Chef Eichner: „Drücken die Wand schon ein“

Vor dem Heimspiel des Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV am Samstag (27. April 2019) ab 14 Uhr im Stadion am Zoo gegen den SV Rödinghausen hängen weitere schwere Wolken über dem Stadion am Zoo – in finanzieller Hinsicht.

„Wir stehen nicht mit dem Rücken zur Wand, wir drücken sie schon ein“, beschreibt Vorstandssprecher Alexander Eichner die aktuelle Situation.

Die angespannte Lage werde verschärft durch weiterhin ausstehende Sponsorenzahlungen, falsch übergebene Planzahlen sowie aufgetauchte Rechnungen von Dienstleistern, die seit Saisonbeginn nicht bezahlt worden seien. Die Lage ist umso verzwickter, als der Verein keine Spenden mehr annehmen darf (wir berichteten).

Nicht zuletzt deshalb will der WSV den Vorverkauf für das Pokalfinale gegen den KFC Uerdingen starten, das nun offiziell am 25. Mai im Stadion am Zoo steigt. Gleichzeitig versuchen Vorstand und Verwaltungsrat zu verhindern, einen Insolvenzantrag stellen zu müssen. „Daran wird intensiv gearbeitet, wir sind in entsprechenden Gesprächen“, so Eichner. Hilfe und Unterstützung jeglicher Art nehme man gerne an.

Letztlich entscheidet sich die WSV-Zukunft auf der außerordentlichen Mitgliedversammlung am 28. Mai. „Dort wird abgestimmt. Und dann wissen wir, ob es eine belastbare Zukunftsprognose gibt“, so der WSV-Chef. Vorgestellt werde sollen verschiedene Optionen, unter anderem die Gründung einer Kapitalgesellschaft.

Der Verein, betont Eichner, werde aber immer das Heft des Handelns in der Hand behalten. Zunächst einmal muss der Club allerdings die kommenden Wochen überstehen. Auf der Jahreshauptversammlung war der Stand der Verbindlichkeiten auf rund 1,4 Millionen Euro beziffert worden.

„Uns bleibt momentan aber auch nichts erspart“, kommentierte der WSV-Sportdirektor Karsten Hutwelker am Mittwoch den Abbruch des Nachholspiels gegen den BVB II nach nur zwölf Minuten und zuckte mit den Schultern. Nach dem heftigen Gewitter pfiff der Schiedsrichter trotz einer 40-minütigen Pause die Partie nicht mehr an, weil er nach Rücksprache mit dem Wetterdienst ein weiteres Gewitter befürchtete. Das nicht kam.

Immerhin: Der WSV kann gegen Rödinghausen in seiner momentan bestmöglichen Besetzung antreten. „Niemand hat sich verletzt“, schmunzelte Hutwelker über die Kurzarbeit unter der Woche.

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