1. Sport
  2. Sporttexte

Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV verliert beim BVB II 0:3 (0:1)

Fußball-Regionalliga: 0:3 (0:1) bei BVB U23 : WSV überwintert im Tabellenkeller

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat das Spieljahr 2020 mit einer weiteren Niederlage beendet. Das Team von Trainer Björn Mehnert verlor am Samstagnachmittag (19. Dezember 2020) bei der U23 von Borussia Dortmund mit 0:3 (0:1). Der WSV überwintert damit auf dem 18. und damit einem Abstiegsplatz.

Mehnert entschied sich für einen Torwartwechsel: Daniel Szczepankiewicz stand wieder an Stelle von Niklas Lübcke im Tor. Für die gelbgesperrten Tjorben Uphoff, Kevin Rodrigues Pires und Tim Wendel rückten im Vergleich zum 0:1 in Bergisch Gladbach Daniel Grebe, Joey Paul Müller (Quarantäne beendet) und Tolga Cokkosan ins Team.

Gut 20 Minuten lang verlief die Partie nach demselben Muster: Der BVB mühte sich, kam aber zu keinen Chancen, der WSV lauerte auf Konter. Wie aus dem Nichts das 1:0 für den Gastgeber. Torjäger Stefan Tigges zog eigentlich harmlos von der Strafraumgrenze ab. Torwart Daniel Szczepankiewicz rutschte der (vielleicht noch abgefälschte) Ball über den Spann - 1:0 (24.). Grebe scheiterte mit zwei Fernschüssen deutlich. In der 36. Minute behielt Sczepankiewicz gegen Finsson die Nerven und verhinderte das 0:2. Der WSV kämpfte, kam aber offensiv nicht durch. Allerdings brannte auch Dortmund vor dem gegnerischen Tor kein Feuerwerk an. So blieb es bei dem einen Treffer nach 45 Minuten.

  • Björn Mehnert (li.) mit WSV-Sportvorstand Thomas
    Fußball-Regionalliga : Björn Mehnert ist neuer WSV-Trainer
  • Ein Bild mit Symbolcharakter.⇥Foto: Dirk Freund
    Fußball-Regionalliga: Samstag ab 14 Uhr : Liveticker: Dortmund U23 - Wuppertaler SV
  • WSV-Verteidiger Noah Salau.
    Fußball-Regionalliga: 0:1 (0:0) in Bergisch Gladbach : WSV nun ganz tief im Keller

Die Partie verflachte fortan immer mehr. Mehnert brachte Joelle Tomczak für Jonas Erwig-Drüppel (57.). Der WSV versuchte es zwar immer wieder, kam aber kaum vor das Tor des BVB. Und so kam es, wie es kommen musste. Dortmund spulte sein Pensum herunter und nutzte die Chance durch Aday Ercan zum 2:0 (72.). BVB-Schlussmann Luca Unbehaun verlebte einen äußerst ruhigen Nachmittag. Mehnert wechselte Gianluca Marzullo für Marco Königs (75.) und Marwin Studtrucker für Müller ein, doch das änderte nichts mehr. Im Gegenteil: Nach einem Konter schob Ansgar Knauff zum 3:0-Entstand ein. Der WSV hatte sich zwar gegen die neuerliche Niederlage gestemmt, die Mittel reichten aber nicht aus. Der Rückstand zum rettenden Ufer beträgt zwei Punkte (bei einem Nachholspiel gegen Alemannia Aachen).

Björn Mehnert (WSV-Trainer): „Das war eine bittere Niederlage, denn ein Punkt war drin. Die Jungs haben sich reingehauen. Wir haben das System auf 5-4-1 umgestellt, um kompakt zu stehen und die Räume im Zentrum eng zu machen. Das hat auch gut geklappt, Dortmund hat eigentlich keine kreative Lösung gefunden, auch weil wir als Team gefightet haben. Dass der BVB mehr Ballbesitz hatte und überlegen war, war natürlich einkalkuliert. Der erste Schuss, besser gesagt: das Schüsschen, war dann wieder direkt ein Treffer. Diese individuellen Fehler ziehen sich durch die Saison. Wir machen einfach selber zu viele Fehler. Und dann fehlt uns etwas Matchglück. Vom Einsatz und Kampf her war das eine Steigerung gegenüber dem Spiel in Bergisch Gladbach. Wir haben auch nach der Pause gut verteidigt. Aber auch der zweite Schuss war drin. Dann wird es gegen solch eine Mannschaft schwierig. Ein Punkt hätte uns gutgetan. Ich habe gesagt, dass wir die drei Spiele vor der Winterpause für eine knallharte Analyse nutzen und um uns einen Überblick zu verschaffen. Jetzt wird Tacheles geredet. Die Mannschaft steht nicht ohne Grund in der Tabelle da, wo sie ist.“

Stephan Küsters (Sportlicher Leiter WSV): „Die Mannschaft hat vernünftig gespielt mit Emotionen. Es war lautstark auf dem Platz. Das erste und das zweite Tor waren Torwartfehler. Wir bringen uns damit selber in Schwierigkeiten. Das bitter für den Rest des Teams. Wir werden in den kommenden Tagen die Köpfe zusammenstecken und die Hinrunde, die ja noch nicht ganz abgeschlossen ist (Nachholspiel im Januar gegen Aachen, Anm. der Red.), Revue passieren lassen. Wir müssen sehen, was möglich ist, vor allem finanzell. Noch ist kein Spieler auf uns zugekommen, der andere Pläne hat. Bei Yannick Geisler (auch beruflichen Gründen seit Wochen freigestellt, Anm. der Red.) könnte es aber sein, dass er uns verlässt. Klar ist: Im kommenden halben Jahr geht es auf und neben dem Platz einzig und allein um den Klassenerhalt. Alles andere ist zweitrangig.“

Der Kader absolviert zu Wochenbeginn noch einen Laktattest, dann starten die kurzen Ferien. Trainingsauftakt ist am 2. Januar. Am 16. Januar 2021 steht das Ligaspiel bei RW Ahlen an.

Zum Liveticker: hier klicken!