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Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV spielt in Rödinghausen 1:1 (0:0)

Fußball-Regionalliga: 1:1 (0:0) in Rödinghausen : WSV kassiert nach Müller-Rot spät den Ausgleich

In der Fußball-Regionalliga hat der Wuppertaler SV am Samstagnachmittag (13. März 2021) das Auswärtsspiel beim SV Rödinghausen mit einem 1:1 (0:0)-Unentschieden beendet. Der Ausgleich fiel in der Nachspielzeit.

Trainer Björn Mehnert musste auf den erkrankten Lars Bender verzichten. Dafür rutschte Jonas Erwig-Drüppel in die Startformation. Sonst vertraute der Coach den Akteuren, die beim 2:0 gegen die U23 des FC Schalke 04 den fünften SIeg im sechsten Spiel des Jahres 2021 eingefahren hatten.

Die erste große Chance bot sich Torjäger Marco Königs, der aber nach einem Steilpass frei vor Torwart Alexander Sebald scheiterte (9.). Es war ein engagierter Auftritt beide Teams, allerdings ohne viele Topchancen. Bereits nach 24 Minuten musste Abwehrchef Christopher Schorch wegen Oberschenkel-Problemen vom Feld, für ihn kam Semir Saric. Auch die zweite große Möglichkeit ging dann an den WSV: Kevin Rodigrues Pires flankte, Königs köpfte, Seungwon Lee stand auf der Linie goldrichtig (29.). Der Ex-Wuppertaler Enzo Wirtz scheiterte zwei Minuten später mit einem Kopfball. Saric nahm in der 35. Minute eine Flanke von Joey Paul technisch gut. Rödinghausens Torwart Sebald kam noch heran und klärte zur Ecke. Der WSV hätte zur Pause durchaus führen können.

  • WSV-Sturmneuzugang Roman Prokoph (Archivbild).
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Auch nach dem Wechsel waren die Bergischen zunächst das spielbestimmende Team. In der 59. Minute fiel die nicht unverdiente Führung für die Rot-Blauen. Mit Unterstützung des böigen Windes zirkelte Saric einen Freistoß von der linken Seite zum 0:1 in den rechten oberen Winkel. Der WSV hatte die Partie im Griff, schwächte sich dann aber selber. Müller sah in der 71. Minute nach einer Tätlichkeit die rote Karte. Mehnert wechselte Daniel Grebe für Mateo Aramburu ein (73.). Der WSV wurde zwar nun in die Defensive gedrückt, musste aber keine allzu brenzligen Situationen überstehen. Das Glück war aber nun auf Seiten der Gastgeber: In der Nachspielzeit ließen die Rot-Blauen, bei denen Kevin Hagemann in der Schlussphase sein Comeback feierte, Yassin Ibrahim am Fünfmeterraum aus den Augen. EIn unglücklich abgefälschter Ball landete bei ihm, und Ibrahim vollstreckte zum 1:1 (90.+2. Minute). Spät hatte der WSV den möglichen Sieg noch aus der Hand gegeben.

 Szene mit Stürmer Marco Königs.
Szene mit Stürmer Marco Königs. Foto: Jochen Classen

Björn Mehnert: (WSV-Trainer): „Das war ein sehr gutes Spiel von uns. Wir hätten schon zur Halbzeit führen müssen und hatten bereits in der ersten Halbzeit gegen den böigen Wind sehr gute Chancen. Leider haben wir da das Tor nicht gemacht. Nach dem 1:0 kassieren wir die unnötige rote Karte. Joey Paul Müller wurde angegangen, er hat sich mit seinen jugendlichen Emotionen auf die Provokation eingelassen und zurückgeschubst. Er weiß, dass das Mist war, und hat sich schon bei der Mannschaft entschuldigt. Das kann in dem Alter passieren, nur halt nicht ein zweites Mal. Wir standen auch danach weiter gut. Der Ausgleich war Pech, weil der Ball abgefälscht zu Ibrahim kam. Insgesamt sind wir wieder einen Schritt weiter, auch fußballerisch. Christopher Schorch musste früh wegen der muskulären Probleme raus. Ich denke aber, dass es nichts Schwerwiegendes ist.“

Stephan Küsters (Sportlicher Leiter WSV): „Der Punkt ist hochverdient. Wir waren klar die bessere Mannschaft und hatten auch die besseren Chancen. Dazu haben wir leider einige Möglichkeiten final nicht richtig ausgespielt. Wenn uns vorher jemand gesagt hätte, wir holen in Rödinghausen einen Punkt, hätten wir das unterschrieben. Nach dem Spielverlauf wäre es nun etwas anderes. Trotzdem ein großes Kompliment an die Mannschaft, die auch in Unterzahl gut verteidigt hat. Der Schuss, der zum Ausgleich geführt hat und dann unglücklich abgefälscht wurde, wäre ja eigentlich aus dem Stadion geflogen. Die Mannschaft hat da weitergemacht, wo wir zu Jahresbeginn angefangen haben. Natürlich war es ein Fehler von Joey Paul Müller. Aber mir sind Spieler lieber, die auch mal Emotionen zeigen, als solche, die man gar nicht sieht. Deshalb kein Vorwurf. Er wird daraus lernen.“

Das Spiel in Rödinghausen war der Auftakt zu zwei Englischen Wochen. Gekickt wird bei der U23 von Fortuna Düsseldorf (17. März, 18:30 Uhr), gegen den SV Bergisch Gladbach 09 (20. März, 14 Uhr), bei Preußen Münster (24. März, 18 Uhr) und beim SV Straelen (27. März, 14 Uhr).

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