Fußball-Niederrheinpokal: Liveticker: 1. FC Bocholt - WSV (Mi., 19.30)

Fußball-Niederrheinpokal: Mittwoch ab 19.30 Uhr : Liveticker: 1. FC Bocholt - WSV

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV ist am Mittwoch (9. Oktober 2019) ab 19.30 Uhr im Niederrheinpokal beim Oberligisten 1. FC Bocholt gefordert – kämpft aber vor allem mit sich selbst.

Dass es nicht leicht werde würde, das hatten die Verantwortlichen schon geahnt. Immerhin hatte der FC Schalke 04 in seiner Zweitvertretung fünf Akteure (Steven Skrzybski, Nassin Boujellab, Fabian Reese, Levent Mercan und Jonas Carls) aus dem erweiterten Profikader aufgeboten. Wobei allein Skrzybski einen Marktwert von 3,5 Millionen Euro hat. Und trotzdem war die Ernüchterung nach der 0:3-Niederlage bei der königsblauen Reserve groß.

Einerseits, weil natürlich umgehend Stimmen laut wurden, die Beurlaubung von Trainer Andreas Zimmermann sei nicht notwendig und somit ein Fehler gewesen. Gleichzeitig wurde der WSV-Führungsetage vor Augen geführt, wie groß derzeit die Defizite sind.

„Wir haben Probleme im spielerischen und läuferischen Bereich – keiner ist in der Lage, einen Sprint zu gewinnen“, sagt ein Mittelfeldspieler, der nicht genannt werden will. „Hinten heraus können wir nicht zulegen.“ Um die Defizite aufzuarbeiten, seien drei bis vier Wochen hartes Training notwendig – auch taktisch.

In dieser Woche ist das aber nicht möglich. Am Bocholter Hünting will der WSV heute (19.30 Uhr) ins Pokal-Viertelfinale einziehen. Keine einfache Aufgabe. Noch weniger am Samstag (14 Uhr, Stadion am Zoo) in der Regionalliga gegen den Überraschungszweiten SC Verl.

Die Mannschaft hat unterdessen Hutwelker in einem offenen Brief ihr Vertrauen ausgesprochen. Nach Rundschau-Informationen will er aber möglichst nicht Trainer bleiben. Den Posten hätte er bereits im Sommer übernehmen können, verpflichtete aber stattdessen Zimmermann. Der machte das Rennen gegen den Ex-Schalker Jörg Böhme, der am vergangenen Samstag die Partie in Herne beobachtete und nach Rundschau-Infos weiter großes Interesse hat, das Traineramt in Wuppertal zu übernehmen.

Das Problem: Der WSV hat für ein zweites Gehalt kein Geld. Und so wird Hutwelker wohl heute und am Samstag noch einmal auf der Bank sitzen. Ende offen.

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