Fußball-Niederrheinpokal, 1. Runde: CSC will arbeiten statt beten

Fußball-Niederrheinpokal, 1. Runde : CSC will arbeiten statt beten

Der Fußball-Landesligist Cronenberger SC ist am Freitag (3. August 2018) in der ersten Runde des Niederrheinpokals zu Gast beim Bezirksligisten DJK Schwarz-Weiß Twisteden.

Ob Peter Radojewski vor dem Anstoß um 20 Uhr an prominenter Stelle noch ein Gebet spricht, ist nicht bekannt. Die Gelegenheit wäre günstig, liegt Twisteden doch im Wallfahrtsort Kevelaer an der niederländischen Grenze. Wahrscheinlich vertraut er aber wohl eher irdischen Kräften.

Die sind auch zwingend notwendig. "Nach vier Wochen Vorbereitung fehlt noch der Rhythmus, hinzu kommt die lange Fahrt. Als Oberliga-Absteiger wirst du in die Favoritenrolle reingedrängt, es wird dennoch eine schwierige Aufgabe", weiß der 49-Jährige.

Zumal der runderneuerte CSC-Kader um Kapitän Sercan Er und Stellvertreter Davide Leikauf noch nicht komplett ist. Marc Duic (Leiste), Timo Leber (Grippe), Ercan Aydogmus (Urlaub) sowie die Langzeitverletzten Bruno Ferreira und Marvin Elbl fallen aus. Der aus dem Urlaub zurückgekehrte Alen Ruzic steht zumindest im Aufgebot. Gut möglich, dass der CSC in Kürze noch einen weiteren Neuzugang präsentiert.

Schließlich hat es das Auftaktprogramm in der Landesliga in sich. Am ersten Spieltag (12. August) geht es zum Aufsteiger TVD Velbert. Den schätzt Radojewski als Favoriten ein: "Sie haben gestandene Leute mit Regionalliga- und Oberliga-Erfahrung wie Zent, Fagasinski, Tumanan und meinen Neffen Lutz in ihren Reihen." Immerhin: Dann ist Ercan Aydogmus zurück. "Eine absolute Leitfigur, die immer vorangeht", freut sich der CSC-Coach auf den 38-Jährigen.

Vier bis sechs Mannschaften, glaubt Radojewski, werden am Ende an der Tabellenspitze intensiv mitmischen. "Wir wollen mit dabei sein, werden aber ein paar Spiele brauchen. Wichtig ist, dass wir fit sind und unsere Aufgaben machen." Insgeheim träumt Radojewski von der Rückkehr in die Oberliga. "Ich bin ja sozusagen aus meinem Wohnzimmer rausgeschmissen worden", schmunzelt er.

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