Fußball-Regionalliga: 3:1 (0:0) gegen Herkenrath: WSV holt die ersten drei Punkte

Fußball-Regionalliga: 3:1 (0:0) gegen Herkenrath : WSV holt die ersten drei Punkte

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV ist erfolgreich in die neue Saison gestartet. Das Team um Kapitän Gaetano Manno gewann am Samstagnachmittag (28. Juli 2018) die Auftaktpartie gegen den Aufsteiger TV Herkenrath mit 3:1 (0:0).

Vor 2.618 Zuschauern im Stadion am Zoo traf Christopher Kramer doppelt, hinzu kam ein Eigentor.

Der Mannschaft von Trainer Christian Britscho gelang damit die "Generalprobe" vor dem Derby am Sonntag (5. August) bei Rot-Weiß Essen (1:2-Niederlage in Rödinghausen) an der Hafenstraße. In der Tabelle liegt der WSV vorerst an der Spitze.

Bei Temperaturen um die 25 Grad ließ Britscho zunächst Marco Cirillo und Semir Samic statt Jonas Erwig-Drüppel und Meik Kühnel ran. Im Tor stand erwartungsgemäß Sebastian WIckl. Die Gäste aus Bergisch Gladbach versteckten sich zunächst nicht und spielten munter mit. Der WSV hatte in der ersten Viertelstunde Mühe, größere Chancen herauszuarbeiten.

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Die erste folgte in der 16. Minute: Tjorben Uphoff schickte Manno, der perfekt in den Strafraum flankte. Der einschussbereite Christopher Kramer traf den Ball aber nicht, der Nachschuss von Saric war zu unpräzise. Die zweite Möglichkeit bot sich allerdings den Gästen: Wickl konnte den Versuch von Suheyel Najar aus 15 Metern gerade noch um den Pfosten lenken. Es wurde munterer: Kramer köpfte über die Latte (21.), Gino Windmüller zielte aus 20 Metern knapp vorbei (22.).

Erstmals zappelte der Ball in der 36. Minute im Netz; Kramer hatte getroffen. Das Tor zählte aber nicht, weil Windmüller vorher im Abseits stand. Herkenrath blieb auf Augenhöhe, hatte aber in der 45. Minute Glück: Manno bediente mit der Hacke Cirillo, der danach nur den rechten Pfosten traf.

Britscho wechselte zur Pause nicht und wurde belohnt: Angelo Langer flankte präzise auf den Kopf von Goealgetter Kramer, der mühelos einnickte - 1:0 (51.). Eine Kopfball von Windmüller konnte TVH-Schlussmann Tobias Kraus entschärfen (61.). Vier Minuten später brachte der WSV Enes Topal für Manno.

Die Partie blieb umkämpft, Herkenrath dran. Ausruhen konnte sich der Gastgeber bei schwül-warmer Luft nicht. 13 Minuten vor dem Ende der regulären Spielzeit ersetzte Erwig-Drüppel den spiel- und laufstarken Saric. Es blieb Torjäger Kramer vorbehalten, für die Entscheidung zu sorgen: Torwart Wickl warf schnell ab, Topal bereitete vor, Kramer vollendete - 2:0 (85.). Beinahe wäre Kramer sogar ein Hattrick gelungen. Nach einer Hereingabe von Pagano unterlief aber Joran Sobiech ein Eigentor - 3:0 (88.). Kramer hatte hinter ihm im Fünfer gelauert.

Vincent Geimer gelang für die Gäste noch per Freistoß in den Winkel der verdiente Ehrentreffer (90+1.). Die Punkte blieben aber im Stadion am Zoo.

Chris Burhenne (TV Herkenrath): "Ich denke, das 3:1 ist zu hoch ausgefallen. Wir haben einen Punkt verloren. Wir waren gut vorbereitet. Wir hatten Respekt, aber keine Angst. In der ersten Halbzeit standen wir sehr gut und kompakt. In der Pause habe ich gesagt: ,Macht so weiter, wir können gewinnen!' Leider passiert dann so ein Standard. Wir geben das Tor weg. Die Absprache passte nicht. Dann ist Wuppertaler clever. Unser eigener Ballverlust führt zum Konter und so zum zweiten Tor. Bis zum 0:2 waren wir gut im Spiel. Wir sind immer dran geblieben. Nach dem 0:3 machen wir doch noch das Tor. Freistoß für Geimer. Der kann das ja. Super. Aber wir haben einen Punkt verloren."

Christian Britscho (Wuppertaler SV) kam pfeifend und sichtlich erleichtert zur Pressekonferenz. Dort hatte er Folgendes zu sagen: "Vielen Dingen des Kollegen kann ich mich anschließen. Ich finde aber, dass der Sieg durchaus verdient ist. Wir hatten viel Ballbesitz. Wir wussten, dass der Gegner einen klaren Plan hat. Das hat er dann auch gut umgesetzt. Wenn du gegen so einen Gegner spielst, muss die die wenigen Chancen nutzen. Das hat in der ersten Halbzeit nicht geklappt. Deswegen geht das 0:0 in Ordnung. Da ist es schön, dass wir durch einen Standard in Führung gehen. Ich bin sehr, sehr zufrieden. Wer geglaubt hat, dass Herkenrath keine gute Leistung bringen wird, der hat sich getäuscht. Ein schöner Sieg für uns, so kann es gerne weitergehen."

Auf Nachfrage ergänzte der WSV-Coach, dass der am linken Knie verletzte Daniel Grebe am Montag ins MRT kommt: "Der Meniskus oder Knorpel könnte betroffen sein. Da müssen wir abwarten." Zu Kevin Hagemann, der Dienstag im Testspiel gegen Leverkusen sein Comeback feierte, heute aber nicht im Kader stand, sagte der Übungsleiter: "Hage kommt erst auf den Platz, wenn er grünes Licht gibt."

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