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Wuppertaler SV: Noch Unterschriften vor dem Finale?

Fußball-Pokal : WSV: Noch Unterschriften vor dem Finale?

Noch eher ruhig ging es am Montag (24. Mai 2021) zu beim Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV. Regeneration und Training für die Ersatzspieler nach dem 4:2 gegen Bonn stand auf dem Programm. Das wird sich ab Dienstag komplett ändern. Dann startet die intensive Vorbereitung auf das Niederrheinpokal-Finale gegen den SV Straelen, das am Samstag (29. Mai) um 13 Uhr in der Duisburger Arena angepfiffen wird.

Chefscout Gaetano Manno hatte den SVS am Sonntag noch einmal bei der lange umkämpften 1:3-Niederlage gegen die U23 von Borussia Dortmund beobachtet. Grundlegend neue Erkenntnisse gab es nicht. „Das ist eine gute Mannschaft. Die Aufgabe ist genauso schwierig, wie sie gegen RW Essen gewesen wäre. Wir sind nicht blauäugig und lassen uns von denen, die behaupten, wir wären Favorit, nicht blenden“, weiß Stephan Küsters, der Sportliche Leiter des WSV. Wohlwissend, dass in der Liga das Hinspiel 0:3 verloren ging und es am Niederrhein nur zu einem 2:2 nach einer 2:0-Führung reichte. Küsters: „Wir haben uns aber immer weiter gesteigert und werden sehr gut vorbereitet sein.“ Ein Training in der Duisburger Arena ist im Vorfeld nicht möglich, damit die Spielfläche („Der Rasen ist ein Teppich“) nicht belastet wird.

Nach Niederlage und Remis soll nun gegen Straelen ein Sieg her. „Mit der Teilnahme am Finale produzieren wir überregional Schlagzeilen. Jetzt können wir die Arbeit, die wir begonnen haben, vergolden – und den Schwung mitnehmen in die kommende Saison. Und natürlich würde das auch unserer Marketingabteilung helfen, weitere Unterstützung zu finden“, so der 49-Jährige. „Es geht in die richtige Richtung, die Mannschaft und der Trainer haben das sehr geholfen. Der Pokal wäre das i-Tüpfelchen.“ Und finanziell ein äußerst warmer Regen. Rund 150.000 Euro kann derjenige einplanen, der in der kommenden Saison am DFB-Pokal teilnimmt. Plus eventuell weitere Ticketeinnahmen, sollten Fans zugelassen werden und sollte es gegen einen attraktiven Bundesligisten oder Zweitligisten geht.

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Wie die Mannschaft des WSV in der kommenden Spielzeit aussieht, das könnte noch vor dem Anpfiff deutlicher werden. 13 Akteure stehen derzeit unter Vertrag. Die Kontrakte von Sebastian Patzler, Christopher Schorch, Kevin Hagemann, Noah Salau und Isaak Akritidis laufen ohnehin weiter. Neu verpflichtet wurden Verteidiger Philipp Hanke (28, TSV Steinbach) sowie Innenverteidiger Durim Berisha (20) und Rechtsaußen Xhuljo Tabaku (25) vom SC Wiedenbrück und Torwart Michele Cordi (20, vom SV Paderborn II). Mittelfeldspieler Niklas Fensky und Torhüter Payam Safarpour-Malekabad, beide 18 Jahre alt, rücken aus dem U19-Bundesligateam nach oben. Torwart Niklas Lübcke und die Feldspieler Joey Paul Müller (zum FC Schalke 04 II), Daniel Nesseler und Jonas Erwig-Drüppel gehen.

 Die Freude war nach dem Finaleinzug riesengroß.
Die Freude war nach dem Finaleinzug riesengroß. Foto: Dirk Freund

„Vielleicht tut sich noch etwas in dieser Woche“, sagt Küsters, ohne Namen zu nennen. Dass der WSV Leistungsträger wie Marco Königs, Tjorben Uphoff, Semir Saric, Beyhan Ametov, Kevin Rodrigues Pires und Kevin Pytlik möglichst halten will, ist kein Geheimnis. Insgesamt soll der neue Kader 22 Feldspieler und die drei Torhüter Sebastian Patzler, Michele Cordi und Payam Safarpour-Malekabad umfassen. Der Trainingsstart ist um den 3. Juli herum geplant, die Spielzeit beginnt am zweiten August-Wochenende (13. bis 1. August).

Bleibt noch die Frage: Läuft der WSV wieder in den neongelben Pokaltrikots auf, mit denen er den VfB Homberg und den MSV Duisburg (6:2) aus dem Weg räumte? Schließlich sind die Straelener Vereinsfarben Gelb und Grün. „Ich hätte nichts dagegen“, schmunzelt Küsters. Doch es kommt anders: Der WSV präsentiert sich vor bundesweiten Publikum in den traditionellen Vereinsfarben – mit roten Trikots, blauen Hosen und roten Stutzen.