OB Mucke: Klimaschutz auch ohne Verzicht

Umwelt : OB Mucke: Klimaschutz auch ohne Verzicht

Wuppertals Oberbürgermeister Andreas Mucke fährt nach eigenen Angaben so oft wie möglich dem Rad oder mit Bus und Bahn zu Terminen. Oder er geht zu Fuß. Bei Autofahrten kompensiert er die entstandenen Klimagas-Emissionen aus seinem privaten Portemonnaie.

„Bei der freiwilligen Kompensation kaufe ich Emissionszertifikate, mit denen dieselbe Emissionsmenge in Klimaschutzprojekten ausgeglichen wird. Damit werden zum Beispiel Wälder aufgeforstet oder erneuerbare Energien in Entwicklungsländern gefördert. CO2 muss nicht dort ausgeglichen werden, wo es entsteht, um das Klima zu schonen“, erklärt Mucke das Prinzip. Im Jahr legt er demnach ungefähr 20.000 Kilometer mit dem Auto zurück. Auch seine bisher einzige Flugreise (Berlin-Düsseldorf) habe er kompensiert.

Die durchschnittliche pro Kopf Emissionswerte liegen in Deutschland bei rund elf Tonnen CO2, die überwiegend durch Wohnen, Ernährung und Reisen verursacht werden. „Es gibt viele Möglichkeiten, den eigenen ökologischen Fußabdruck so klein wie möglich zu halten, ohne dabei auf etwas verzichten zu müssen. Dazu gehört zum Beispiel der Kauf regionaler Lebensmittel, das Bus- und Bahnfahren oder der Bezug von grünem Strom“, so Mucke, der selbst seit Jahren Ökostrom bezieht. Als Nächstes will er den CO2-Ausstoss seiner Heizung ausgleichen

Für Mucke kann jeder durch individuelle Verhaltensänderungen viel für den Klimaschutz tun. „Das alleine wird aber nicht reichen, um das 1,5 Grad-Ziel zur Begrenzung der Erderwärmung zu erreichen. Wir brauchen einen strukturellen ökologischen Umbau, für den die Städte einen Beitrag leisten können“, ist er überzeugt.

Deshalb arbeite die Stadtverwaltung derzeit an einem integrierten Klimaschutzkonzept, mit dem weitere kommunale Maßnahmen zur CO2-Reduktion erarbeitet werde. „Wirtschaften, Mobilität und Wohnen müssen in Wuppertal klimaschonender werden“, so der Rathauschef.

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