NRW-Integrationsstaatssekretärin Güler besuchte Wuppertal

Bildung im Mittelpunkt : Integrationsstaatssekretärin Güler zu Gast in Wuppertal

Die nordrhein-westfälische Integrationsstaatssekretärin Serap Güler hat am Mittwoch (11. September 2019) das Kommunales Integrationszentrum in Wuppertal besucht.

„Mir ist wichtig, die Integrationsarbeit in den Kreisen und kreisfreien Städten vor Ort persönlich kennen zu lernen. Die Bedarfe sind in den Regionen sehr verschieden. Das müssen wir stärker berücksichtigen“, sagte sie. Bislang hat sich Güler in 45 Kommunalen Integrationszentren informiert.

In Wuppertal liegt der Schwerpunkt in der Integration durch Bildung. So sollen die Qualifizierung von Lehrerinnen und Lehrern aller Schulformen, sprachsensible Unterrichts- und Schulentwicklung sowie die Berücksichtigung der Mehrsprachigkeit von entsprechenden Konzepten an Schulen im Vordergrund stehen. Außerdem spielen der bedarfsgerechte Ausbau und die Weiterentwicklung der Angebote für Flüchtlinge eine besondere Rolle. Sie sollen als Basis für die Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen und hauptamtlichen Akteuren dienen.

Nordrhein-Westfalen ist das einzige Bundesland, in dem es solche Einrichtungen gibt. Sie bieten Angebote für Kinder und Jugendliche mit Einwanderungsgeschichte, die die Bildungschancen verbessern sollen. Daneben koordinieren sie die Aktivitäten und Angebote der Kommunen und freien Träger in Bezug auf Integration und das Zusammenleben in Vielfalt. Seit 2015 unterstützen die Kommunalen Integrationszentren im Rahmen des Landesprogramms „KOMM-AN NRW“ Bürgerinnen und Bürger, die sich vor Ort um Geflüchtete kümmern.

2012 hatte der Landtag mit den Stimmen der Fraktionen von CDU, SPD, Bündnis 90/Die Grünen und FDP das Gesetz zur Förderung der gesellschaftlichen Teilhabe und Integration in Nordrhein-Westfalen beschlossen. Heute verfügen alle 54 Kreise und kreisfreien Städte in NRW über ein Kommunales Integrationszentrum.

2016 wurden insgesamt rund 39,4 Millionen Euro für die Arbeit der Einrichtungen zur Verfügung gestellt. Davon kamen 19,6 Millionen Euro aus den kommunalen Haushalten, 14,5 Millionen Euro waren Landesmittel und fast 5,3 Millionen Euro waren Stiftungs- und Drittmittel.

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