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Bürgerantrag: Mehr Licht für Trassen-Tunnel?

Bürgerantrag : Mehr Licht für Trassen-Tunnel?

Besonders hell sind sie nicht — die Tunnel auf der Trasse. Wegen des Fledermausschutzes. Jetzt gibt es einen Bürgerantrag zur Verbesserung der Tunnelbeleuchtungen. Wegen zu viel Verkehr.

317 Unterzeichner möchten, dass der Stadtrat das Thema berät — und darüber beschließt. Im Antrag heißt es: "Die Stadtverwaltung erhält den Auftrag, die Tunnelbeleuchtungen auf der Nordbahntrasse dem heutigen Stand der Technik anzupassen und dadurch so zu verbessern, dass die heutige durch schlechte Sicht bedingte Gefährdungssituation bei der Begegnung der zahlreichen unterschiedlichen Trassennutzer künftig vermieden wird."

Die Antragsteller, deren Sprecher Franz-Georg Schmitz aus Oberbarmen ist, sind der Meinung, dass das Fledermausschutz-Argument für die stark gedimmte Tunnelbeleuchtung mittlerweile nicht mehr greift: "Die Praxis hat inzwischen gezeigt, dass sich die Fledermäuse, wenn überhaupt, hinter der sichtbaren Tunnelwand zwischen Fels und Backsteinmauer aufhalten. Diese erreichen sie durch verschiedene in der Tunnelröhre vorhandene 'Einstiegslöcher'." Das Licht der Tunnelbeleuchtung könne die Tiere gar nicht stören, weil die Beleuchtung diese Stellen gar nicht erreiche.

Dann nimmt der Antrag die Menschen in den Blick: In den stark frequentierten Tunneln komme es immer wieder zu problematischem Begegnungsverkehr bei unzureichender Beleuchtung. Die aufgestellten "Beleuchtung einschalten"-Schilder brächten wenig — weil viele Trassennutzer keine Lichtquellen dabei haben oder (wie Fußgänger) gar keine haben müssen.

Die Antragsteller ziehen folgendes Fazit: "Es ist an der Zeit, für eine Veränderung zu sorgen, zumal mit der heutigen modernen Technik eine sich am natürlichen Tageslicht anpassende, energiesparende Beleuchtung möglich wäre." Die nächste Ratssitzung, bei der der Antrag zum Thema werden könnte, findet am 9. Juli statt.

Übrigens: Wer durch die Tunnel der Nordbahntrasse ohne Licht am Fahrrad fährt, ist schnell mal ein Bußgeld von 20 Euro los. Kommt es dabei zu einer Gefährdung anderer, kostet es gleich 25 Euro. Die Polizei führt regelmäßig Stichproben-Kontrollen durch. Trotzdem fahren viele Wuppertaler Radler ohne Licht.