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Unwetter: Hilfskräfte sind komplett ausgelastet

Unwetter : Hilfskräfte sind komplett ausgelastet

Nach dem Unwetter vom Dienstagnachmittag laufen die Aufräumarbeiten in der Stadt. Während der Stadtbetrieb Straßenreinigung damit beschäftigt ist, die Straßen und Gehwege von Blätter, Ästen und Schutt zu befreien, sind Feuerwehr, Hilfsdienste und Ämter der Stadt dabei, Keller leer zu pumpen, Wasserschäden zu beseitigen und umgestürzte Bäume und Aste zu entfernen.

Rund 600 Schadensmeldungen sind bei der Feuerwehr seit aufgelaufen. Rund 500 von ihnen konnten die Einsatzkräfte bis Mittwochmittag abarbeiten. Im Wesentlichen sind vollgelaufene Keller das Problem. In einigen wenigen Fällen hat das dazu geführt, dass Kellermauern eingestürzt sind oder einzustürzen drohten. Besondere Einsätze waren ein eingestürztes Tankstellendach an der B7 und ein eingestürztes Dach eines Universitätsgebäudes.

Aus Sicht der städtischen Verkehrsexperten und des Kanalbetriebes sind besonders der Rott (Tannenstraße), der Sedansberg, die Wiesenstraße, die Friedrich-Ebert-Straße, die Theodor-Heuss-Straße und der Neuenteich betroffen. Im gesamten Stadtgebiet sind die Mitarbeiter der Betriebshöfe und von Vertragsunternehmen unterwegs — es werden zunächst vorrangig noch weitere Absperrungen notwendig. Soweit möglich, werden Schäden mit Schotter provisorisch hergerichtet. Einschätzung der Fachleute: Die Beseitigung der Unwetterschäden wird mehrere Wochen in Anspruch nehmen, weil in vielen Fällen auch der Untergrund und die Kanäle geschädigt sind.

Das Verkehrsressort der Stadt bittet darum, Schäden an Straßen oder Gehwegen per Email an die Stadt zu melden, gerne auch mit Foto. Die E-Mail-Adresse lautet strassenkontrolle@stadt.wuppertal.de

Vor mehr Unterstützung allerdings warnt die Stadt: Denn auch wenn die von vielen Wuppertaler Bürger angebotene Hilfe bei den Aufräumarbeiten löblich ist, kann sie derzeit nicht ausreichend organisiert werden. "Alle Einsatzkräfte sind voll ausgelastet, eine Einsatzplanung für freiwillige Helfer deshalb nicht möglich. Es wird dringend davon abgeraten, vor Ankunft der Einsatzkräfte selbst ans Werk zu gehen und beispielsweise geflutete Keller zu betreten. Es besteht Lebensgefahr", heißt es.

Auch das Gebäudemanagement ist zurzeit mit der Schadens-Bilanz beschäftigt. Einige Schulen müssen wegen Wasserschäden und möglichen Problemen mit der Elektrizität geschlossen bleiben, betroffen sind unter anderem das Berufskolleg am Haspel, das Gymnasium am Kothen oder die Sporthalle Gathe.

Das Ressort Grünflächen und Forsten ist am Tag nach dem Unwetter auch noch mit der Schadenserfassung beschäftigt. Vorsichtshalber, so die Mitarbeiter, sollten die Wuppertal kurzfristig unbedingt ihre Parks und Wälder und auch Kinderspielplätze meiden. Es droht Gefahr durch umgestürzte Bäume und lose Äste.

Oberbürgermeister Andreas Mucke hat sich bei Polizei, Feuerwehr und den aus dem Bergischen und dem Ruhrgebiet angereisten Einsatzkräften sowie bei den Mitarbeitern der Stadt, des Gebäudemanagements und des Eigenbetriebs Straßenreinigung (ESW) für ihren Einsatz nach dem heftigen Gewitter bedankt. Die Einsatzkräfte hätten am Dienstag den katastrophalen Zustand in der Stadt im Griff gehabt. Auch mit den Aufräumarbeiten habe man schon kurz nach dem Unwetter starten können, so Mucke: "Heute Morgen war von vielen Schäden und Verschmutzungen schon gar nichts mehr zu sehen — das ist eine großartige Leistung im Sinne der Bürger."

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