Schweres Gewitter über Wuppertal: UPDATE: Tankstellen-Dach eingestürzt

Schweres Gewitter über Wuppertal : UPDATE: Tankstellen-Dach eingestürzt

Ein schweres Gewitter hat am Dienstagnachmittag (29. Mai 2018) in Wuppertal für überschwemmte Straßen gesorgt. Die Feuerwehr ist im Dauereinsatz.

An der B7 ist gegenüber dem Polizeipräsidium das Dach der Aral-Tankstelle eingestürzt. Die Ursache ist noch nicht bekannt. "Mehrere Fahrzeuge (14) parkten unter dem Dach, als es zu einer Seite kippte und auf den Asphalt krachte. Ein Fahrzeugführer konnte sich aus seinem Auto retten, als das Dach auf das Fahrzeug stürzte. Der Oberhausener verletzte sich leicht", heißt es aus dem Präsidium. Die Ermittlungen zur Unfallursache und Schadenshöhe dauern noch an.

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Nach Angaben der Wuppertaler Stadtwerke (WSW) gibt es eine Störung im 10.000-Volt-Netz. Deshalb ist im Bereich Liegnitzer-, Görlitzer- und Sonnabendstraße die Stromversorgung unterbrochen. "Die angespannte Verkehrssituation erschwert die Anfahrt der Entstörungs-Trupps", so die WSW.

Der Betrieb der Schwebebahn wurde vorübergehend eingestellt: Grund ist nach Angaben der Stadtwerke das Treibgut, dass die Wassermassen der Wupper mit sich führen. Der Verkehr brach auf Strecken zusammen.

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Die Kanalisation kann zum Teil die massiven Niederschläge nicht mehr aufnehmen. Die Niederschlagsmengen liegen bis zu acht Liter pro Quadratmeter. In fast allen Stadtteilen ist die Feuerwehr im Einsatz. In der Elberfelder City sind zahlreiche Keller vollgelaufen. Auch Gebäude am Uni-Campus Haspel sind stark beschädigt, ebenso der Bereich rund um das Luisenviertel

Die Wuppertaler Feuerwehr hat inzwischen folgenden Aufruf verfasst: "Aufgrund eines Unwetters kommt es im Raum Wuppertal zu zahlreichen Einsätzen von Feuerwehr und Rettungsdienst! Die Feuerwehr rät dringend, sämtliche Unterführungen wegen Überschwemmungsgefahr zu meiden. Verlassen Sie nur in dringenden Fällen ihre Wohnung! Betreten Sie keine vollgelaufenen Keller oder Wasserlachen auf der Straße! Es könnte der Gullydeckel fehlen! Gemäß den Vorplanungen für solche Ereignisse sind sämtliche Einheiten der Feuerwehr Wuppertal alarmiert. Die Einsatzstellen werden priorisiert und nacheinander durch die Einsatzkräfte angefahren. Einsatzstellen an den Menschen in Gefahr sind werden hierbei vorrangig bearbeitet! Blockieren Sie bitte nicht den Notruf für Nachfragen!"

Die Wetterdienste warnten vor Blitz und Donner sowie Sturmböen. Das Gewitter dauerte bis etwa 17.30 Uhr. Am Mittwoch soll dagegen bei Höchsttemperaturen um die 28 Grad fast durchgängig die Sonne scheinen.

Dieser Artikel wird fortlaufend aktualisiert.

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