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Linderhauser Straße: Wuppertaler CDU will neuen Bebauungsplan

Nächstebreck : Linderhauser Straße: CDU will neuen Bebauungsplan

Die Wuppertaler CDU-Ratsfraktion betrachtet die aktuelle Entwicklung auf dem Gelände an der Linderhauser Straße im Bereich zwischen Silberkuhle und der Straße Im Hölken „mit großer Sorge“. Sie fordert, die städtebauliche Ziele neu zu definieren.

Im vergangenen Jahr hatten die Wuppertaler Stadtwerke (WSW) das Grundstück im Stadtteil Nächstebreck, auf dem sich auch ein denkmalgeschützter ehemaliger Wasserspeicher befindet, verkauft. „Ursprünglich war hier von einem Oldtimerhändler die Rede, der sich auch in den Wasserspeicher geradezu ,verliebt‘ hätte. Derartige Auskünfte erhielt der Stadtverordnete Heinrich Bieringer sogar noch vor nicht allzu langer Zeit“, so die CDU. „Angesichts der Situation auf dem ehemaligen Stadtwerke-Gelände macht mich das sprachlos“, so Bieringer.

„Die Realität sieht allerdings anders aus. Auch die Hoffnung auf eine attraktive Nachfolgenutzung des ehemaligen Wasserspeichers wurde bitter enttäuscht“, kritisiert der CDU-Fraktionsvorsitzende Ludger Kineke. „Die Lagerung und Verwertung von Schrottautos hat zu erheblichen Protesten der Anlieger und des Nächstebrecker Bürgervereins geführt. Die Entwicklung des Stadtteils im Wuppertaler Osten wird durch diese Form der Nutzung – gegenwärtig lagern hier rund 70 Fahrzeuge – mehr als negativ beeinflusst.“

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Wegen „dieser sich mehr und mehr verfestigenden Art der Nutzung“ fordern die Nächstebrecker Stadtverordneten Christian Wirtz und Heinrich Bieringer nun mit der CDU-Fraktionsführung eine zügige Aufstellung bzw. Änderung des Bebauungsplanes für den gesamten Bereich, um städtebauliche Ziele zu definieren und Nutzungen zu konkretisieren. „Dabei ist eine qualifizierte gewerbliche Nutzung entlang der Linderhauser Straße durchaus möglich. Zugleich können wir uns aber auch Wohnbebauung in angrenzenden Bereichen vorstellen“, erläutert Kineke die Vorstellungen seiner Fraktion. „Die Planung sollte zudem die Option für ein unbedingt erforderliches neues Gerätehaus der Freiwilligen Feuerwehr Nächstebreck beinhalten“, ergänzt Wirtz.

Nicht genehmigte bauliche Veränderungen auf dem Gelände und am denkmalgeschützten historischen Gebäude müssten nach Ansicht der CDU-Politiker zeitnah geahndet werden: „Die Verwaltung wird aufgefordert, Vorschläge für ein Bauleitplanverfahren in die Beratungen der zuständigen Bezirksvertretung und des Fachausschusses einzubringen.“

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