Bergische Uni an Projekt „Leistung macht Schule“ beteiligt

Bergische Universität : An Projekt „Leistung macht Schule“ beteiligt

Die Bergische Universität Wuppertal ist Teil des vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungs- und Entwicklungsprojekts „Leistung macht Schule“ (LemaS).

Die auf zehn Jahre angelegte gemeinsame Initiative von Bund und Ländern hat sich die Förderung von leistungsstarken sowie potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern zum Ziel gesetzt. Prof. Dr. Ralf Benölken, Arbeitsgruppe Didaktik und Geschichte der Mathematik, ist als Co-Leiter in einem der 22 Teilprojekte tätig. Vom Bund erhält die Bergische Uni in diesem Rahmen Fördermittel in Höhe von 250.000 Euro.

Insgesamt 16 Hochschulen wirken in dem interdisziplinären Forschungsverbund LemaS und begleiten bundesweit rund 300 Schulen aller Schulformen bei der Entwicklung diagnostischer und didaktischer Konzepte für eine begabungsgerechte Förderung bis hin zur Individualisierung des Regelunterrichts. „LemaS bietet gleich mehrere Besonderheiten: die Kooperation zwischen Bund und Ländern beim Thema Schule, die Berücksichtigung aller Kernfächer über die verschiedenen Teilprojekte sowie die Integration bildungswissenschaftlicher und fachdidaktischer Perspektiven“, erklärt Prof. Benölken. Gemeinsam mit einem Fachkollegen der Uni Münster leitet er das Teilprojekt „Entwicklung adaptiver Konzepte für eine diagnosebasierte individuelle Förderung von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern im Regelunterricht der MINT-Fächer (Mathematik)“.

Das Team aus Wuppertal und Münster betreut 42 Schulen in 13 Bundesländern. Die ersten fünf Jahre stehen im Zeichen der Formatentwicklung. Eine zweite Projektphase widmet sich über weitere fünf Jahre der Evaluation der Konzepte. „Wir haben die Schulen bereits vor Ort besucht und mit den Kollegien eine offene Diskussion darüber geführt, welche Erfahrungen im Bereich der Begabungsförderung schon bestehen und welchen Bedarf es noch gibt“, so Prof. Benölken. Die geäußerten Wünsche und Erwartungen dienen ihm und seinem Team nun zur Identifikation hilfreicher Bausteine: „Die Vorstellungen der Schulen darüber, was sie umsetzen wollen, sind ganz unterschiedlich. Von einem Vorhaben sollen am Ende aber alle Schülerinnen und Schüler einer Schule profitieren.“

So liegt ein Schwerpunkt zum Beispiel auf der Entwicklung so genannter offener, substanzieller Problemfelder. Hierbei handelt es sich um mathematische Aufgabenstellungen, die sich – je nach Leistungsniveau der Schülerinnen und Schüler – unterschiedlich bearbeiten lassen. Sie eignen sich damit besonders gut für den Unterricht im Klassenverbund. Geplant sind aber auch die Entwicklung digitaler Förderkonzepte und geschlechtsspezifischer Konzepte sowie die Erarbeitung von Diagnoseinstrumenten zur Erkennung leistungsstarker Schülerinnen und Schüler. „Mit einigen Schulen streben wir zudem Projekte an, die auf eine Kooperation mit der Hochschule hinauslaufen“, so Benölken.

Die erfolgreichsten Konzepte sollen nach ihrer Evaluation gebündelt publiziert werden und damit auch außerhalb von LemaS anderen Schulen als Anleitung zur Umsetzung dienen.

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