Leserbrief „Beste Option: das ganze Gebäude zurückbauen“

Betr.: Schließung der Wuppertaler Kaufhof-Filiale

Das Gebäude am Wall und an der Neumarktstraße.

Das Gebäude am Wall und an der Neumarktstraße.

Foto: Christoph Petersen

Der „gute alte“ Kaufhof, in dem ich genau zwei Mal drin war, ist nicht mehr, also was soll‘s. Die Ideen, die jetzt plötzlich aufkommen um das Gebäude, wir reden hier ja nur von einer Hülle, sind typisch; ein bisschen Kultur, gerne eine Bücherei, die dann natürlich täglich von Tausenden Menschen besucht und bestaunt wird, wobei diese Bücherei natürlich an anderer Stelle wieder Leerstand erzeugt, aber egal; dann, in welcher Form auch immer, „hochwertigen“ Einzelhandel, Blumengeschäfte, nette kleine Cafés, in denen sich die Tausenden, die staunend durch die offenen, einladend gestalteten Gänge flanieren, ausruhen können, Kultur und Künstler, die den Menschenmengen ihre Werke präsentieren. Das Ganze wird sich dann in einen unglaublichen Sog verwandeln, der immer mehr Menschen nach Wuppertal lockt und die Innenstadt aufblühen lässt usw, usw …

Also alles Ideen und „Konzepte“ die jetzt an allen sterbenden Standorten aus dem Boden sprießen. Ich sehe schon Scharen von „Beratern“ an die entsprechenden Türen scharren , mit genau auch diesen Ideen, das Ganze natürlich professioneller ausgestaltet mit den üblichen bunten Präsentationen von flanierenden Menschenmengen in akkurat computergenerierten hübschen Bildern.

Alles was jetzt kommt oder kommen soll, kostet wieder nur sehr viel Geld, wird nichts bis wenig an der Gesamtsituation ändern. Also, die beste Option wäre, das ganze Gebäude komplett zurückbauen und der Innenstadt Raum geben ... weg damit! Oder gehen dann die Bewahrer des „gute Alten“ wieder steil und steht da wieder irgendein Stein in der Fassade unter Denkmalschutz?

Frank Menden

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