Leserbrief „Warum etwas Altem, das man nicht nutzt, nachtrauern?“

Betr.: Schließung der Wuppertaler Galeria-Kaufhof-Filiale

 Der Schriftzug hängt noch, aber im Januar schließt der Wuppertaler Kaufhof.

Der Schriftzug hängt noch, aber im Januar schließt der Wuppertaler Kaufhof.

Foto: Christoph Petersen

Wieder einmal setzt ein großes Gejammer ein, aber nicht weil man wirklich betroffen ist, sondern nur um des Jammerns wegen. Die Schließung der Kaufhof-Filiale hier in Wuppertal ist natürlich sehr bedauerlich, aber die Entscheidung darüber ist sicherlich nicht aus eine Sektlaune heraus, sondern aus wirtschaftlichen Gründen gefallen. Wenn diejenigen, die jetzt am lautesten wehklagen, regelmäßig ihre Einkäufe in ausreichendem Maße im hiesigen Kaufhof getätigt hätten, müsste diese Filiale nicht schließen.

Das Konzept eines „Alles unter einem Dach“-Kaufhauses hat sich im Laufe der Zeit überlebt. Auch der Handel unterliegt dem Wandel der Zeit und sicherlich wurden auch in der Geschäftsführung Fehler gemacht, zum Beispiel sich diesem Wandel anzupassen. Dies wurde auch hier in Wuppertal mit dem Fernbleiben der Kundschaft „bestraft“, was wiederum in logischer Konsequenz die Schließung nach sich zieht.

Fazit: Warum etwas Altem, das man nicht nutzt, nachtrauern? Die Stadtspitze und die Immobilieneigentümer sollten sich schnellstmöglich über eine neue, sinnvolle Nutzung des Gebäudes einigen. Wer weiß, vielleicht findet dort auch der Eine oder Andere dann ehemaliger Kaufhofmitarbeiter dort eine neue Beschäftigung. Es wäre ihnen zu wünschen.

Rüdiger Kotzan

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