Leserbrief „Hoffen, dass Sie die Bedeutung unseres Tales verstehen“

Wuppertal · Der „Gelpe Verein“ spricht sich in einem offenen Brief an die Wuppertaler CDU-Ratsfraktion gegen eine Wohnbebauung im Bereich Hipkendahl aus. Der Wortlaut.

 Symbolbild.

Symbolbild.

Foto: Rundschau

„Im eingetretenen Klimawandel braucht die bergische Stadt Wuppertal keine weiteren versiegelten Flächen in ihren Außenbezirken und Naturschutzgebieten. Es ist wünschenswert, dass die Verwaltung endlich verstanden hat, einkommensstarke Klientel zur Bindung derer Einkommensteuer mit Eigentum ans Tal zu binden, wozu allerdings die Höhen am angrenzenden Gelpetal kontraproduktiv sind. Und das, was der zuziehende Bürger am Hipkendahl suchen würde, wird mit der Wuchtigkeit des Projektes zerstört. Reizvolle Natur!

Wuppertal ist groß genug und bietet ausreichend Konversionsflächen, wo wir für die neuen Wuppertaler Bürger guten und bezahlbaren Wohnraum schaffen können, sodass diese neuen Bürger auch noch die Chance in 10 bis 20 Jahren haben, den besonderen Charme der Gelpe erleben zu können.

Letztlich sollte das Gelpetal als Denkmal- und Natur-Tal geschützt werden, damit sich die Natur nicht ähnlich armselig entwickeln wird, wie deren Kulturdenkmäler, da diese in den letzten 30 Jahren sehr armselig bis gar nicht seitens der Öffentlichkeit gepflegt worden sind. Es ist Wuppertals Geschichte. Das möchte der neue Vorstand unseres Vereins kurz- bis mittelfristig ändern, um das besondere Schmuckkästchen Gelpetal noch interessanter für alle Gäste aus oder außerhalb von Wuppertal zu machen. Dazu passt eine massive Bebauung auf der Höhe nicht ins Bild, die den bereits angeschlagenen Naturraum weiter gefährdet, wenn nicht sogar gänzlich zerstören könnte.

Wir hoffen, dass Sie die Bedeutung unseres Tales verstehen. und stoppen diesen nicht verständlichen Unsinn, in dem Ihre Fraktion den Aufstellungsbeschluss Nr. 1295 bereits in der kommenden Woche im Bauausschuss ablehnt und gegebenenfalls einen Antrag einbringt, dass auf allen Höhenlagen entlang der Gelpe auf ca. 2,5 Kilometer Länge eine weitere Beengung des FFH-Naturschutzgebietes durch jegliche Bebauung nicht erwünscht ist. Hier gilt Natur first.

Jürgen Kämper, 1. Vorsitzender

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