Von der Heydt-Museum Wuppertal Robke-Stiftung erwirbt Peter-Roehr-Werk

Wuppertal · Die Renate und Eberhard Robke-Stiftung hat das Werk „(FO-49)“, 1965, von Peter Roehr für den Kunst- und Museumsverein erworben. Somit ist es künftig Teil der Sammlung des Von der Heydt-Museums und ergänzt den Bestand der Pop- und Minimal-Art.

 Von li.: Bettina Robke-Bergmann, Eberhard Robke und Museumsdirektor Roland Mönig.

Von li.: Bettina Robke-Bergmann, Eberhard Robke und Museumsdirektor Roland Mönig.

Foto: Günter Lintl

Peter Roehr (1944-1968) ist trotz seines nur sehr kurzen Lebens heute international als einer der ersten und konsequentesten Protagonisten der Minimal Art in Deutschland, als Fotokünstler der Pop -Art und als Vorreiter der Konzeptkunst anerkannt. Seine Werke sind gesucht und eher selten in Museen zu sehen.

Museumsdirektor Dr. Roland Mönig: „Wir freuen uns sehr über diesen Neuzugang! Roehr ist eine Schlüsselfigur der 1960er Jahre, die Generationen von Künstlerinnen und Künstler bis heute inspiriert hat. Noch dazu hat das Werk eine Wuppertaler Provenienz. Es gehörte ehemals zur berühmten Sammlung Baum.“

Eberhard Robke: „Das Werk für das Von der Heydt-Museum zu sichern war uns als Stiftung ein besonderes Anliegen. Schön, dass es nun direkt in der Ausstellung ‚ZERO, Pop und Minimal‘ zu sehen ist und hier den Bereich der Pop Art eindrücklich erweitert.“

Roehrs Arbeit „FO-49“ (1965) stellt eine Verbindung zwischen neuem Realismus, Pop Art und serieller bzw. minimalistischer Kunst her. Sie stammt aus der Reihe seiner zwischen 1964 und 1966 geschaffenen Fotomontagen, für die er unter anderem Werbebroschüren der Autofirmen VW und Chevrolet verarbeitete. Die additive Reihung des Wirklichkeitsfragmentes, hier des Ausschnitts eines Kotflügels mit Lichtreflexen und den Spiegelungen einer Schrift „ICE BAR“, führt letztlich zur optischen Verfremdung und zur Wahrnehmung auf einer abstrakt-ästhetischen Ebene.

Roehr, der sich selbst „geistig mehr in der Zone von ZERO“ sah, gilt mit seiner Konzentration auf „primäre Strukturen“ als wichtiger Wegbereiter der konzeptuellen Kunst.