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Wuppertaler „EinTopf“: 83.000 Euro für in Not geratene Kunstschaffende

Wuppertaler Kultur-Initiative : „EinTopf“: Spenden sind weiter notwendig

Der Wuppertaler Solidarfonds „EinTopf“ für Kulturschaffende arbeitet weiter. Bisher hat er rund 83.000 Euro ausgeschüttet. Spenden werden weiterhin benötigt, auch Anträge sind jederzeit möglich.

Die Sonne scheint, die Nächte sind hell, und das kulturelle Leben der Stadt meldet sich mit dem Kultur-„Somma?!“ vielfältig zurück. Das bedeutet aber noch längst nicht, dass die Härten der auftritt- und einnahmelosen Corona-Zeit für die Wuppertaler Künstlerinnen und Künstler erledigt wären.

Mark Tykwer, selbst Veranstalter von Kino-Reihen wie dem „Talflimmern“, arbeitet beim Solidarfonds „EinTopf“ mit, der seit April 2020 Wuppertaler Kulturschaffenden hilft. „Wer Musik macht oder tanzt, konnte nicht auftreten“, sagt er. „Ausstellungen gab es fast keine, bei den Schriftstellern brachen die wichtigen Lesungen weg, und das über eineinhalb Jahre. Selbst wenn es jetzt endlich wieder losgeht – viele, die auf oder hinter Bühnen arbeiten oder ihre Werke verkaufen, haben ihre Rücklagen einfach komplett aufgezehrt.“

Mit rund 83.000 Euro hat der inzwischen als Verein organisierte „EinTopf“ bisher geholfen. 52 Personen stellten insgesamt 76 Anträge, von denen 70 bewilligt wurden. Finanzielle Unterstützung bekamen auch Betreiberinnen und Betreiber von Veranstaltungsorten, denn die hohen Fixkosten für private Theater, Galerien oder Kulturkneipen laufen auch weiter, wenn die Räume leer bleiben. Das Geld stammt teils aus Spenden, teils aus Erlösen diverser Aktionen, dazu kommt ein Drittel der virtuellen Eintrittsgelder, die an die lokale Streaming-Plattform Stew.one gezahlt wurden. Das Kulturbüro der Stadt Wuppertal verwaltet die Mittel. Über die Vergabe entscheidet eine Jury, deren Besetzung wechselt und die bisher 22 Mal getagt und sich zwischendurch per Mail-Umlauf zu einzelnen Entscheidungen abgestimmt hat.

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Spenden werden weiterhin gebraucht, und auch Anträge können weiter eingereicht werden, versichert Johannes Schmidt, Vorsitzender des „EinTopf“-Vereins: „Wir haben Wert darauf gelegt, das Verfahren für die Kulturschaffenden so einfach wie möglich zu gestalten.“