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Wuppertaler Kulturfestival 2021: Auftakt im Garten der Stadthalle

Wuppertaler Kulturfestival 2021 : Auftakt im Garten der Stadthalle

Nach mehr als einem Jahr meldet sich nun die Freie Kulturszene Wuppertals in ihrer ganzen Vielfalt zurück. Ermöglicht durch das Bundesprogramm „Kultursommer 2021“, zeigen sich ab 24. Juni zahlreiche Wuppertaler Kunst- und Kulturakteure und -akteurinnen auf vielen Open-air-Bühnen in der Stadt. Damit soll der lokalen Szene und der Veranstaltungsbranche wieder eine Perspektive eröffnet werden.

Den Kulturbereich hat die Corona-Pandemie besonders schwer getroffen: Museen, Theater, Clubs und Konzerthäuser waren die ersten, die schließen mussten, Veranstaltungen wurden verschoben oder meist komplett abgesagt. Viele Kunst- und Kulturschaffende verloren damit die Möglichkeit, ihre Arbeit vor einem Live-Publikum zu präsentieren. Die Kulturstiftung des Bundes lobte daraufhin im Frühjahr dieses Jahres kurzfristig das antragsoffene Förderprogramm „Kultursommer 2021“ aus. Der Bund stellt damit für die Fördermaßnahme insgesamt bis zu 30,5 Millionen Euro aus dem Rettungs- und Zukunftsprogramm „Neustart Kultur“ bereit.

Das Kulturbüro der Stadt Wuppertal hat es mit Unterstützung der Freien Szene geschafft, innerhalb sehr kurzer Zeit einen Antrag über 500.000 Euro einzureichen; Kulturdezernent Matthias Nocke hat den Eigenanteil in Höhe von 100.000 Euro in wenigen Tagen bei Sponsoren eingeworben. Somit steht fest: Das Wuppertaler Kulturfestival 2021 mit dem Titel „SOMMA?!“ findet statt! Auf vielen Bühnen, mit insgesamt rund 80 Veranstaltungen.

  • Das Plakat zum Film.
    Filmprojekt gegen Rassismus : Mut machen und sensibilisieren
  • Das Ensemble vor dem Brauhaus.
    Stößels Komödie : Am Brauhaus gibt es ab Juli eine „Extrawurst“
  • Das Plakat zur Ausstellung.
    Ausstellung : Kunst aus Cronenberg in Elberfeld

Um dieses große Projekt zu koordinieren, ist für den Ablauf des Kulturfestivals eigens ein Projektbüro gegründet worden. Durch die Besetzung des Projektbüros mit selbst aktiven Kulturschaffenden aus etablierten Netzwerken und erfahrenen Veranstaltern soll ein solidarisches Festival organisiert werden, an dem viele Kulturschaffende der freien Szene mitwirken können. Ziel ist es, möglichst viele Akteure und Dienstleister der Stadt einzubinden. (Bilder:)

Um mitwirken zu können, ist es ab sofort und noch bis 30. Juni möglich, sich für eine Teilnahme zu bewerben. Hierzu ist (vorerst) auf ksw.utopiastadt.eu ein Bewerbungsformular installiert worden; bewerben können sich Künstlerinnen und Künstler aller Sparten mit konkreten Vorhaben, aber auch Veranstalter. Alle Bewerbungen werden vom Projektbüro auf Plausibilität geprüft und in Zusammenarbeit mit dem kürzlich gegründeten Beirat des Kulturrats ausgewählt. Bis spätestens zum 10. Juli wird es zu allen Anträgen eine Rückmeldung geben. Das Projektbüro hilft außerdem bei der Erstellung der Abrechnungen, Abrufe der Zuschüsse und Vergabevermerke und kann bei der Erstellung von Hygiene- und Sicherheitskonzepten, aber auch bei der Genehmigung unterstützen.

Eröffnet wird das Kulturfestival am Donnerstag (24. Juni) auf der Bühne im Stadthallengarten im Rahmen der Jazz-Reihe „Nachtfoyer“. Bevor der Wuppertaler Saxofonist und Bandleader Wolfgang Schmidtke das neueste Programm mit seinem 18-köpfigen Ensemble zum ersten Mal vor Publikum spielt, gibt die Stadt das offizielle „Go“!