1. Kultur

Wuppertal: Pina-Bausch-Gallery "Wuppertaltanzt" startet

Voting für ein Urban-Art-Großprojekt : „Wuppertal tanzt“: Zehn Wände für Pina Bausch

Während beim Street-Art-Projekt „Urbaner KunstRaum Wuppertal“ (UKW) schon drei Wände – Schlieperstraße 21, Hofaue 49 und Brucher Straße 6 – fertig sowie eine am Rauen Werth 8 fast fertig sind, geht es mit einem weiteren Projekt großformatig und farbig weiter: Die Street-Art-Gallery „Wuppertal tanzt“ feiert die Choreographin Pina Bausch. Und die Menschen in Wuppertals zehn Stadtbezirken können online abstimmen.

„Wuppertal tanzt“ ist eine Hommage an Pina Bausch im öffentlichen Raum der Stadt Wuppertal. „Wuppertal tanzt“ setzt sich mit ihren internationalen Tanz-Koproduktionen auseinander und lässt diese von Urban Artists aus den jeweiligen Koproduktionsländern individuell interpretieren. Wie beim „Urbanen KunstRaum Wuppertal“ steht auch hier die Kunstkonzepte-Macherin Valentina Manojlov als Kopf hinter dem Ganzen – zusammen mit dem Team des gemeinnützigen Wuppertaler Vereins „WupperOne929 UrbanArt“.

Entstehen sollen insgesamt zehn große, fassadenhohe Wandbilder in den Wuppertaler Stadtteilen. Valentina Manojlov in einer Pressemitteilung: „Tanzszenen aus Pina-Bausch-Stücken werden nun zu Murals. Internationale UrbanArt-Künstler werden eingeladen, sich vom ‚Welttheater Pina Bausch’ inspirieren zu lassen und dieses als sogenannte Murals im Stadtraum der zehn Stadtbezirke Wuppertals umzusetzen. Die UrbanArt-Künstler kommen jeweils aus den Städten der Tanz-Koproduktionen. Die kulturelle Einfärbung der Tanzkunst soll sich in der kulturellen Einfärbung der Wandkunst wiederfinden.“

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Die Stadtbezirke, um die es geht, analog zu den Zuschnitten der Wuppertaler Bezirksvertretungen, sind Elberfeld, Elberfeld-West, Uellendahl-Katernberg, Vohwinkel, Barmen, Heckinghausen, Oberbarmen, Langerfeld-Beyenburg, Ronsdorf und Cronenberg.

Die Pina-Bausch-Stücke, die künstlerisch interpretiert werden sollen, sind „Viktor“ (Koproduktion mit Rom), „Palermo, Palermo“ (mit Palermo), „Tanzabend II“ (mit Madrid), „Ein Trauerspiel“ (mit Wien), „Nur Du“ (mit Los Angeles), „Der Fensterputzer“ (mit Hongkong), „Masurca Fogo“ (mit Lissabon), „O Dido“ (mit Rom), „Wiesenland“ (mit Budapest), „Àgua“ (mit Sao Paulo), „Nefes“ (mit Instanbul), „Ten Chi“ (mit Tokio), „Rough Cut“ (mit Seoul), „Bamboo Blues“ (mit Neu-Delhi) und „Das Moos auf dem Stein...“ (mit Santiago de Chile).

"Wuppertal tanzt" ist eine Hommage an Pina Bausch, ihr Werk, ihr Tanztheater sowie ihr Ensemble: Urbane Kunst trifft Tanzkunst - Art meets   Art.
"Wuppertal tanzt" ist eine Hommage an Pina Bausch, ihr Werk, ihr Tanztheater sowie ihr Ensemble: Urbane Kunst trifft Tanzkunst - Art meets Art. Foto: WupperOne929 UrbanArt e.V.

Um zu entscheiden, welches Stück und dessen Urban-Art-Umsetzung wo realisiert werden soll, ist soeben ein Voting für ganz Wuppertal gestartet: Die Menschen aus den einzelnen Stadtteilen können auf der Webseite www.urbaner-kunstraum.de abstimmen, welches Stück sie sich aus dem internationalen Pina-Bausch-Repertoire wünschen. In der oberen Leiste geht es unter „Bausch Gallery“ direkt zum Voting.

Die Überlegung bei der Entstehung des Projektes „Wuppertal tanzt“ erklärt Valentina Manojlov so: „Uns hat das Zeitfenster zwischen dem Jetzt und der Eröffnung des Pina-Bausch-Zentrums interessiert. Diesen Raum wollen wir mit öffentlichen Kunstwerken zu Pina Bauschs internationalen Tanzwerken füllen. ‚Wuppertal tanzt‘ sind zehn Murals für zehn Stadtbezirke, zehn Tanzgeschichten, zehn Länder, zehn Künstler, zehn Ansichten und zehn Aussichten. Das ist ein Stück Internationalität für jeden Wuppertaler Stadtteil. “

Finanziert werden konnte „Wuppertal tanzt“, dank des Engagements des Wuppertaler Bundestagsabgeordneten Helge Lindh, vor allem durch die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien (BKM) sowie durch das Immobilienunternehmen Renaissance AG, die Stadtsparkasse Wuppertal und die Sparda-Bank West als lokale Unterstützer.

So ist jetzt ein Projekt auf dem Weg, um Pina Bauschs Tanzkunst in den öffentlichen Raum der zehn Stadtbezirke zu bringen und für alle Menschen gleichermaßen einen Zugang zu ihrer berührenden Tanzsprache zu schaffen. Valentina Manojlov: „Und damit Pina Bausch, die weltweit gefeierte Tanzchoreographin, in ihrer Wahlheimat öffentlich sichtbar zu machen.“