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„Stößels Komödie“ Wuppertal: Kreativ gegen Perspektivlosigkeit

„Stößels Komödie“ : „Kreativ und hoffnungsvoll“ gegen Perspektivlosigkeit

„Stößels Komödie“ schließt nicht aus, in neue Räumlichkeiten umzuziehen. Gleichzeitig sucht das Theater nach Angaben von Geschäftsführer Christoph Stößel einen Ort für Open-air-Aufführungen im Sommer.

„Ob wir unser Theater am Karlsplatz auf Dauer halten können, hängt von der Dauer des Lockdowns ab. Ein Umzug in eine neue Location ist, Stand heute nicht geplant, sollte sich aber eine kostengünstigere Location finden lassen, sind wir auch dafür offen. Wir müssen auf die neuen Umstände kurzfristig reagieren, aber das haben wir in den letzten zwölf Monaten gelernt“, so Stößel. „Wir als Theater, sowie die Mitarbeiter und Schauspieler, kämpfen um die Existenz und gegen die Perspektivlosigkeit. Trotzdem sind wir kreativ und hoffnungsvoll.“

So stehe der Spielplan bis Januar 2023 für „Stößels Komödie“ und das „KaBARett FLiN“ in Düsseldorf: „Wir haben wieder schöne unterhaltsame Stücke und Künstler für unsere Zuschauer gefunden. So planen wir in beiden Häusern ab September wieder zu spielen und hoffen, dass wir dann auch ausreichend Gäste ins Theater lassen dürfen. Mit vier Meter Abstand zur Bühne und 1,5 Meter Abstand zwischen den Haushalten bedeutet eine weitere Schließung das kleinere Minus. Unter diesen Auflagen dürften wir in Wuppertal für 30 und in Düsseldorf für zwölf Personen Theater machen, was uns und den Künstlern keinen Erhalt sichern kann, es sei denn wir würden die Eintrittspreise verdreifachen.“ Sobald absehbar sei, dass die Gastronomie wieder öffnen könne, werde man die Krimikomödie „Fünf Frauen und ein Mord“ proben, um die dann im Restaurant „Scarpati“ zu spielen. Dafür werden auch weitere Restaurants im Umkreis gesucht.

„Für den Sommer würden wir gern ein Open-air-Sommertheater machen, wenn dies mit den dann gültigen Auflagen möglich ist. Planen müssen wir das jetzt. Wir haben ein Stück gefunden, was wir gern auf die Bühne bringen würden, und suchen nun mögliche Open-air-Locations“, so Stößel. Eine Anfrage bei der Stadt hat leider keine Reaktion gebracht, und so suchen wir nun mit unseren eigenen Möglichkeiten. Das Stück spielt in einem Tennisclub, und so überlegen wir ob wir das Stück nicht einfach in die Tennisclubs unserer Stadt bringen.“ Über Ideen zu einem Theaterraum oder die Sommerproduktion „freuen wir uns über eine Kontaktaufnahme – jede Idee zählt und hilft um das private Boulevardtheater Stößels Komödie am Leben zu erhalten“.

Stößel: „Neu ist auch der Podcast ,FFK – Fabiennes köstliche Klönstunde‘ mit Fabienne van Straten. In diesem trifft die beliebte Niederländerin auf spannende Gäste aus Kultur, Politik, Unterhaltung, Wirtschaft, Sport und Musik und plaudert über das Leben. Zwei Folgen, unter anderem mit Manfred Todtenhausen (FDP) sind schon online. Darüber hinaus planen wir auch einen Theaterpodcast ab Mitte Februar. Die Podcasts sind überall dort zu finden, wo es Podcasts gibt. Diese Woche gehen wir auch wieder online und präsentieren die neue Online-Show ,Love is in the air‘ zum Valentinstag. Weitere Onlineshows planen wir für das Frühjahr.“