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Zwei NRW-Spielstättenprogrammpreise nach Wuppertal

Kultur : Große Freude in schwierigen Zeiten

Zwei der NRW-Spielstättenprogrammpreise gehen nach Wuppertal: Das „Loch“ in der Elberfelder Nordstadt erhielt die zweithöchste Prämie von 20.000 Euro, der „Ort“ im Luisenviertel bekommt 5.000 Euro Preisgeld.

Im „Loch“ geht es angesichts notwendiger neuer Wege, die Kunst und Kultur wegen Corona zurzeit gehen müssen, beispielsweise darum, sich breiter aufzustellen und intensiv an digitalen Konzepten zu arbeiten. 

Zu nennen ist dabei das schon mehrfach gelaufene Streaming-Angebot „LOCHfunk“. Doch das Team konzipiert auch stets neue Programmformate, die Menschen zu Hause involvieren und „abholen“. Su-Jin Zieroth, Pressereferentin im „Loch“, schreibt: „Wir sind besonders in diesen für die Kunst und Kultur schwierigen Zeiten zutiefst dankbar, Unterstützung zu erhalten. Wir schreiten zuversichtlich in das neue Jahr. Wir haben uns vorgenommen, die Zeit nicht ungenutzt zu lassen und arbeiten deshalb unermüdlich an internen Strukturen.“

Bei der Peter-Kowald-Gesellschaft im „ORT“, wohin der NRW-Spielstättenpreis nun schon zum neunten Mal ging, ist die Freude ebenfalls groß: „Darauf haben wir in diesem Jahr kaum zu hoffen gewagt“, sagt Wolfgang Schmidtke, der Vorsitzende der Peter-Kowald-Gesellschaft. Auch hier gilt: Wegen der angeordneten Schließung der Spielstätten konnte nur ein Teil des ambitionierten Jahresprogramms umgesetzt werden.

Wolfgang Schmidtke, der selbst Musiker ist, weiter: „In dieser Zeit ein Konzertprogramm zu planen, ist mit großen Schwierigkeiten und mit viel Frustration auf allen Seiten verbunden, wenn wir Veranstaltungen ein ums andere Mal absagen oder verschieben müssen. Aber wir geben nicht auf. Das Preisgeld hilft uns sehr dabei, den ‚ORT’ auch in dieser schwierigen Zeit weiter am Leben zu halten.“