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Wuppertaler Seniorentreff Bromberger Straße: Abriss wäre „Ohrfeige“

Seniorentreff Bromberger Straße : SPD: Abriss wäre eine „Ohrfeige“

Die Wuppertaler SPD will wissen, wie es mit Seniorentreff an der Bromberger Straße weitergeht. Im März hatte der zuständige Betriebsausschuss eine Sanierung beschlossen, weil während des Winters ein Wasserschaden aufgetreten war. Es seien aber bislang keine Maßnahmen zu erkennen, kritisieren die Sozialdemokraten.

Arif Izgi, Sprecher der SPD-Fraktion im Betriebsausschuss APH/Kiju: „Die Einrichtung an der Bromberger Straße ist viel mehr als ein Seniorentreff. Die Verwaltung bestätigt, dass das Objekt vor Corona von rund 4.200 Besucherinnen und Besuchern genutzt wurde. Nach der Bewältigung der pandemischen Lage wollen die Nutzerinnen und Nutzer wieder in die Einrichtung. Von daher erwarten wir, dass unverzüglich die Beschlüsse der zuständigen Ratsgremien umgesetzt werden und das Gebäude Bromberger Straße 28 zügig wieder nutzbar gemacht wird."

Bereits mit der Umgestaltung des Carnaper Platzes hätten „insbesondere die Finanzverwaltung und Teile der CDU und Grünen versucht, den Seniorentreff dem Rat und seinen Gremien madig zu machen“. So sei bereits im Sommer 2018 der ersatzlose Abbruch vorgeschlagen, um das Objekt durch eine Wiese zu ersetzen.

Lukas Twardowski, sozialpolitischer Sprecher: „Für die ehrenamtlich tätigen Menschen in der Bromberger Straße als auch die überwiegend älteren Besucherinnen und Besucher bedeutet ein Abriss eine Ohrfeige. Deshalb hatten und setzen wir uns für den Erhalt und die Instandsetzung ein. Dies mündete auch 2019 in einen entsprechenden Gremienbeschluss. Noch in der letzten Ratssitzung wurde einstimmig die Einführung der Ehrenamtskarte beschlossen, um den ehrenamtlich aktiven Menschen Wertschätzung entgegenzubringen. Gleichzeitig scheint die Verwaltung von ihren Abrissplänen, dieses für das Ehrenamt wichtigen Objektes, nicht abzurücken. Ich kann den Eindruck nicht ganz zur Seite schieben, dass die Vergrößerung des Wasserschadens bewusst in Kauf genommen wird. Anders ist nicht zu erklären, dass nach einem Wasserschaden im Winter der schimmelbewachsene Teppich noch immer nicht entfernt wurde. Wir erwarten, dass der Oberbürgermeister auch hier die Umsetzung von Gremienbeschlüssen sicherstellt.“