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Karrieremagazin „YOLO“: Patricia und Cheyenne werden Malerinnen beim Malerbetrieb Conrad

Karrieremagazin „YOLO“ : Patricia und Cheyenne werden Malerinnen beim Betrieb Conrad

Wäre dieser Job etwas für mich? Wie verhalte ich mich beim Bewerbungsgespräch? Unser Magazin „YOLO - dein Berufseinstieg im bergischen Land“ bietet Schülern Tipps rund um das Thema Ausbildung. 23 Auszubildende geben ehrliche Einblicke in ihren Job-Alltag. Patricia Schulze (19) und Cheyenne Lenz (18) werden Malerinnen beim Malerbetrieb Conrad.

Ihr werdet Malerinnen – wie habt ihr diese Berufsentscheidung getroffen?

Cheyenne: Ich wollte etwas mit den Händen machen und habe immer gerne gezeichnet. Eigentlich hatte ich den Traum, Tätowiererin zu lernen. Aber das ist gar kein offizieller Ausbildungsberuf. Über ein Praktikum bin ich hier gelandet. Malerin passt zu meinem Talent und ist etwas Handfestes.

Patricia: Ich hatte zum Ende der Schulzeit Probleme und wusste es wirklich nicht: Was soll ich mit meiner Zukunft anstellen? Eine Lehrerin hat mich in den Betrieb Conrad als Praktikantin vermittelt. Eigentlich hätte ich für die Ausbildung einen Realschulabschluss gebraucht. Aber nach einem weiteren Praktikum habe ich die Stelle bekommen.

Was ist die schönste Arbeit in Eurem Joballtag?

Cheyenne: Fassaden gestalten! Ich freue mich schon auf den Sommer, den ganzen Tag bei schönem Wetter draußen sein zu können. In unserem Job ziehen die Tage nicht einfach an einem vorbei. Sie haben sich für einen handwerklichen Beruf entschieden.

Was bedeutet für Euch der Begriff „Handwerk“, wofür steht er?

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Cheyenne: Das Handwerk ist so vielfältig! Und es ist überall und deshalb unverzichtbar.

Patricia: Handwerk ist ein wichtiger Teil der Gesellschaft. Und kann auch in Zukunft nicht weggespart werden.

Hat es für Euch eine Rolle gespielt, dass Ihr Frauen sind? Oder ist es mittlerweile vollkommen unbedeutend, mit welchem Geschlecht man ins Handwerk geht?

Patricia: Ich würde sagen, das Geschlecht ist egal. Jeder kann im Handwerk sein Glück finden, wenn er mag.

Cheyenne: Es gibt schon Vorurteile. Dass Frauen nicht stark genug sind, um in dieser Branche zu bestehen. Ich denke, genau aus diesem Grund sind Frauen vielleicht sogar die besseren Handwerker, gewissenhafter und fleißiger. Denn sie möchten den Vorurteilen etwas entgegensetzen und sie so widerlegen.

Wo seht Ihr Euch in zehn Jahren?

Cheyenne: Ich weiß es noch nicht genau. Vielleicht wage ich nach der Ausbildung doch, meinen Traum von der Tätowiererin wahr werden zu lassen. Mit meiner Ausbildung im Rücken würde ich mich sicher fühlen. Ich möchte außerdem eine eigene Familie haben und gut leben können.

Patricia: Ich hoffe, übernommen zu werden. Und auch eine Familie zu haben, glücklich zu sein. Ein schönes Zuhause, keine Geldsorgen.

Ihr steht beide sicher und zufrieden im Beruf. Was würdet Ihr aus dieser Perspektive Ihrem 14-jährigen Ich gerne sagen?

Cheyenne: Lass den Kopf nicht hängen, bleib am Ball. Du wirst ein gutes und schönes Leben führen.

Patricia: Mir wurde als Jugendliche nicht so viel zugetraut. Ich würde mir selbst Mut machen. Und sagen, dass ich die Kraft habe, etwas durchzuziehen. Und dass es sich lohnt.