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Top Wuppertal: Kleine Jewa in der großen Werbewelt

Top Wuppertal : Kleine Jewa in der großen Werbewelt

„Sie ist ein Model und sie sieht gut aus“ – ja, das ist sie. Aber diese Zeile aus der ersten Strophe des 1978 erschienenen Hits „Das Model“ der Band Kraftwerk wird die kleine Jewa aus Wuppertal nicht mehr kennen. Denn das Mädchen ist erst vier Jahre alt, aber trotzdem schon „ein alter Hase“ im Model-Business.

Bei ihrem ersten professionellen Shooting trug die heute vierjährige Jewa Ayzen noch Windeln. „Da war sie gerade einmal sechs Monate alt, hatte aber schon ihren ersten Arbeitsvertrag“, scherzt ihre Oma Alena Larionova.

Wir treffen das Nachwuchs-Model bei ihrer Großmutter in Heckinghausen. Mit einem breiten Grinsen öffnet uns die kleine Jewa die Tür: lange braune Haare, dunkle Augen, ein eigens für sie entworfenes orangegelbes Strickkleid und pinke Plüsch-Hüttenschuhe. Es dauert nicht lange und wir finden uns in Jewas Zimmer wieder. Stolz zeigt uns das Mädchen ihre Puppen, Plüschtiere und kindlichen Malereien. Jewa ist eben ein ganz normales vierjähriges Mädchen. Allerdings mit einem besonderen „Nebenjob“.

Aus Spaß hatten Jewas Eltern Dmitry und Liora Ayzen damals ihre ein paar Monate alte Tochter bei Kindermodellagenturen vorgestellt. Kurz darauf gab es schon die erste Anfrage für ein Shooting, um Baby-Kleidung für zwei Einzelhandelsketten zu präsentieren. Die Eltern stimmten zu. Seitdem hat das Mädchen regelmäßig immer wieder Aufträge. Ihre Oma hat sozusagen das Management übernommen. „Ich bin freiberuflich tätig und kann mir die Zeit so einteilen, dass ich viel Zeit für Jewa habe“, sagt die 55-jährige Kunstpädagogin, die den Kontakt zu Jewas Agentur hält und die Bewerbungen zu den Castings koordiniert. Mittlerweile ist das Kind bei einer Kölner Kindermodelagentur fest unter Vertrag.

 Jewa mit Oma Alena Larionova.
Jewa mit Oma Alena Larionova. Foto: Milka Vidovic
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Und wenn Jewa gerade nicht modelt, vertreibt sich die Vierjährige, wie alle anderem Kinder auch, im Kindergarten, beim Spielen und bei Tanzstunden ihre Zeit. Am liebsten ist sie draußen. Besonders gerne im Vorwerkpark in den Barmer Anlagen. „Dort gehen wir sehr häufig hin, das ist ihr Lieblingsort. Wenn wir rausgehen, habe ich auch meist eine Kamera mit dabei. Jewa liebt es, Fotos zu machen“, erzählt Alena Larionova. Das bemerken wir auch.

Als wir Jewa darum bitten, ein Foto von ihr machen zu dürfen, streicht sie sich gleich eine Haarsträhne aus dem Gesicht, zieht ihr Kleid glatt und setzt ein Lachen auf. „Wir haben sie nie gezwungen zu modeln“, betont ihre Oma. „Aber sie hat einfach von selbst Lust darauf. Und sobald es ihr keinen Spaß mehr macht, kann sie einfach damit aufhören.“ Doch daran denkt Jewa nicht. Ganz im Gegenteil. „Wenn ich groß bin, will ich Model werden“, sagt die Kleine selbstbewusst.