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Waschbär-Alarm auf dem Wuppertaler Ölberg

Elberfeld : Waschbär-Alarm auf dem Ölberg

Schwarze Knopfaugen, eine Stupsnase und eine hübsche Gesichtsmusterung – dieser flauschige Gast machte es sich auf der Außenfensterbank eines Mehrfamilienhauses auf dem Ölberg bequem.

Und das im dritten Stock! Entdeckt hat ihn Klaus Döring: „Ich war auf dem Weg zum Einkaufen, als ich an dem Fenster vorbei lief. Das schlafende Tier hielt ich zunächst für eine Katze, klopfte gegen die Scheibe. Als es sich aufrichtete, blickte mich ein Waschbär an!“

Der 75-Jährige zückte seine Kamera und machte diesen tollen Schnappschuss von dem Kletterkünstler. „Er muss über die Regenrinne hochgekommen sein“, schätzt Döring. So niedlich wie Waschbären aussehen, sind sie allerdings nicht. „Ich rief das Ordnungsamt an und wurde dort mit einer Tierexpertin verbunden. Sie riet mir, den Waschbären bloß nicht anzufüttern, denn sie können zu einer Plage werden, sich einnisten, Mülltonnen verwüsten und auch Krankheiten übertragen“, erzählt Döring.

Aber was tun? „Die Expertin empfahl, ein wenig Eukalyptus-Öl auf die Fensterbank zu träufeln. Den Geruch mögen die Tiere wohl nicht. Ich hatte nur Essig-Essenz da.“ Es funktionierte trotzdem: Angwidert kletterte der Kleinbär die Regenrinne wieder hinunter. Allerdings schaffte er es nicht alleine aus dem Hinterhof. Klaus Döring musste Fluchthilfe leisten: „Zur Straße führt vom Hof aus kein Weg, er ist sozusagen eingemauert durch die angrenzenden Häuser. So musste ich dem Waschbären helfen, über die Mauer zu kommen, da er trotz einer dort lehnenden Leiter nicht drüber kam. Ich schnappte mir einen Besen und drückte ihn mit der Bürste am Hintern über die Mauer.“

(mivi)