Der 14-jährige Kater verweigerte demnach die Futteraufnahme „und war extrem schwach und apathisch. Trotz sofort eingeleiteter tierärztlicher Behandlung verschlechterte sich sein Zustand am darauffolgenden Tag weiter. Irbis stand nicht mehr auf und reagierte kaum noch auf seine Umgebung.“
Für eine genauere Diagnostik wurde er deshalb in Narkose gelegt: „Dabei zeigte sich eine Kombination mehrerer Gesundheitsprobleme, insbesondere erhöhte Nierenwerte. Aufgrund der schlechten Prognose entschieden wir schweren Herzens, Irbis nicht mehr aus der Narkose aufwachen zu lassen und ihn zu euthanasieren. Das Tier wird nun pathologisch untersucht, wodurch eine genauere Diagnose ermöglicht wird.“
Irbis wurde am 3. Mai 2012 im Zoo Ähtäri in Finnland geboren. Seit dem 1. Juli 2014 lebte er im Grünen Zoo Wuppertal. Gemeinsam mit der Schneeleopardin Aditi zog er drei Jungtiere groß und leistete damit einen wichtigen Beitrag zum Erhalt seiner bedrohten Art. Nach Aditis Tod im März 2024 lebte er allein. In Kürze sollte er in einen anderen Zoo umziehen, um dort einer gleichaltrigen Schneeleopardin Gesellschaft zu leisten.
Mit dem Tod von Irbis endet die Schneeleoparden-Haltung im Grünen Zoo. Sein Gehege wird nun von den beiden Karpatenluchsen Viktor und Missy bewohnt. Das Zuchtpaar soll künftig eine wichtige Rolle bei der Rückkehr des Luchses nach NRW spielen. Nachwuchs aus koordinierten Zuchtprogrammen soll perspektivisch zur Wiederansiedlung des Luchses in NRW beitragen.