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Grüner Zoo​: Tigerkatze „Tullia“ lebt nun in Wuppertal​

„Neuzugang“ aus Polen : Tigerkatze „Tullia“ lebt nun im Grünen Zoo

Der Grüne Zoo Wuppertal freut sich über einen besonders schönen „Neuzugang“: Am Donnerstag (9. November 2023) ist die Sibirische Tigerkatze „Tullia“ aus dem Zoo Plock (Polen) angekommen. Die zwei Jahre alte Tier erreichte die Hubertusallee am frühen Morgen in Begleitung seiner Pfleger – wohlbehalten nach einem problemlosen Transport.

Bereits im Laufe des Tages habe „Tullia“ Futter aufgenommen, so der Zoo: „Um der Tigerkatte die nötige Zeit zu geben, sich an die neue Umgebung und das künftige Tierpflegeteam zu gewöhnen, verbringt sie die erste Zeit zunächst in den Innenstallungen, bis sie ihre komplette Außenanlagenlage erkunden kann.“

Der Sibirische Tiger, auch Amurtiger genannt, ist die größte noch lebende Katzenart der Welt. Durch Wilderei und Lebensraumzerstörung ist der natürliche Bestand stark zurückgegangen und wird von der Weltnaturschutzunion IUCN in der Roten Liste bedrohter Arten als „stark gefährdet“ eingestuft: „Ursprünglich war diese Unterart in weiten Regionen Asiens verbreitet, heute kommt sie nur noch in Russland und im Nordosten Chinas vor.“

Wie der im August angereiste Tigerkater „Kasimir“ kam „Tullia“ auf Empfehlung des EAZA Ex-Situ Programms (EEP) in den Grünen Zoo. „Zoos haben die wichtige Aufgabe, Reservepopulationen in menschlicher Obhut aufzubauen und zu erhalten, in der Hoffnung, dass der angestammte Lebensraum eines Tages wieder zusätzliche Tiere aufnehmen und ernähren kann. Wir freuen uns daher, dass wir für unser neues Tigerpaar eine Zuchtempfehlung erhalten haben und so zukünftig wieder zum Erhalt der bedrohten Tiger-Unterart beitragen können“, heißt es.

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Zuletzt hatte es in den Jahren 2010 und 2012 Tigernachwuchs in Wuppertal gegeben, die Tiere leben heute in verschiedenen Zoos in Deutschland und England. Tiger leben grundsätzlich als Einzelgänger und kommen nur zur Paarung zusammen. Die Geschlechtsreife der Tiere tritt etwa mit drei bis vier Jahren ein. „Da beide Tiere noch sehr jung sind, besteht für ein erstes Kennenlernen keine Eile“, so der Grüne Zoo.

(red/jak)