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Cronenberg: Sorge um Bestand seltener Hühnerbestände​

Cronenberg : Sorge um Bestand seltener Hühnerbestände

Auf der Rasse- und Geflügelausstellung in Cronenberg konnten die Besucherinnen und Besucher am Wochenende 14 verschiedene Hühnerarten sehen – darunter auch „Westfälische Totleger“, die zu den gefährdeten Hühnerrassen zählen. Der Verein informierte auch über die Herausforderungen, die mit der Geflügelpest und ihren Auswirkungen auf die Rassegeflügelzucht einhergehen.

„Viele Menschen sind sich nicht bewusst, dass Privatpersonen durch ihre Leidenschaft für Hühner einen erheblichen Beitrag zur Artenvielfalt leisten, indem sie dazu beitragen, gefährdete Hühnerrassen vor dem Aussterben zu bewahren. Sie investieren nicht nur viel Zeit und Geld in die Zucht dieser Tiere, sondern tragen auch dazu bei, die Vielfalt der Arten zu bewahren", so Cronenbergs Bezirksbürgermeisterin Miriam Scherff.

Seit dem vergangenen Jahr erlebt in Europa den schwersten Ausbruch der Vogelgrippe. Millionen von Hühnern und Puten mussten bereits gekeult werden. Diese Krankheit trifft auch Rassezüchter schwer. „Bisher gehörten die Stallpflicht und die Tötung ganzer Bestände zu den strategischen Maßnahmen zur Eindämmung. Die Hühnerliebhaber kritisieren die Stallpflicht als nicht artgerechte Haltungsform", erklärt Scherff. „Außerdem sind diese mit Ausstellungsverboten verbunden. Das konterkariert die Verantwortung, welche die Züchter angenommen haben. Ausstellungen werden genutzt, um die Vielfalt der Hühnerrassen der breiten Öffentlichkeit darzustellen und eventuell neue Wegbegleiter mit der Leidenschaft anzustecken.“

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Die Cronenberger Rasse- und Geflügelzüchter unterstützen die Forderung des Dachverbands nach der Zulassung geeigneter Impfstoffe und einer erschwinglichen Packungsgröße, die auch für Kleinstbestände bezahlbar ist. Im März 203 trat eine neue EU-Verordnung in Kraft, die erstmals Impfungen überhaupt zulässt. Allerdings sind diese nur in Risikogebieten erlaubt, prophylaktische Impfungen sind ausdrücklich ausgeschlossen und daher in der EU und somit auch in Deutschland verboten.

Scherff: „Das ist sicherlich ein Fortschritt, hilft jedoch den Rasse- und Geflügelzüchtern in Cronenberg und anderswo nur begrenzt. Wenn ein Ausbruch in ihrer Zucht auftritt, ist eine Impfung zu spät. Mit Pech werden dann ganze Familienstämme seltener Rassetiere getötet. Allein in Wuppertal sind mehrere tausend Hühner aus Privathaushalten von diesem Risiko betroffen.“