Tag des offenen Denkmals: Villen, alte Firmen, Parks und eine Konditorei

Tag des offenen Denkmals : Villen, alte Firmen, Parks und eine Konditorei

Am Sonntag (9. September 2018) ist in ganz Deutschland "Tag des offenen Denkmals". In Wuppertal öffnen viele Gebäude, die normalerweise für Besucher verschlossen bleiben. Hier ein paar Beispiele von insgesamt 36.

Im Tony-Cragg-Skulpturenpark an der Hirschstraße gibt es Führungen durch die "Villa Waldfrieden" — stündlich ab 10.30 bis 17.30 Uhr. Die "Villa Waldfrieden" ist für den Wuppertaler Unternehmer Kurt Herberts (1901 bis 1989) erbaut worden. Die Räume des Hauses sind von geschwungenen Grundrissen, durch Wölbungen und von indirekter Beleuchtung geprägt. Das Haus wird von der Cragg-Foundation genutzt. Besichtigungen sind nur zu besonderen Anlässen möglich.

In der seit 2015 geschlossenen legendären Konditorei Löwer von 1929 an der Leimbacher Straße 118 in Barmen zieht von 12 bis 15 Uhr noch einmal Leben ein: Es gibt Führungen durch Konditor Heinz Dirk Löwer — und ein letztes Backen zum "Tag des offenen Denkmals". In der Konditorei stehen Gebäude sowie Backstube unter Denkmalschutz.

Live erlebbar ist von 11 bis 15 Uhr auch die ehemalige riesige Textilfabrik "Kaiser & Dicke", die spätere "D. Lohsträter GmbH", an der Ferdinand-Thun-Straße 29. Das Textilwerk "Kaiser & Dicke", später kurz "kadi" genannt, wurde 1869 gegründet.

Die Herder-Schule. Foto: Herder-Schule

An der Luisenstraße 134 öffnet das innen besonders attraktive Gebäude der Herder-Schule von 10 bis 12 und von 14 bis 16 Uhr seine Türen. Erbauer der spätklassizistischen Villa war der Elberfelder Architekt Heinrich Bramesfeld.

Mit von der Partie ist natürlich auch der Bergische Geschichtsverein: Dessen Wuppertaler Sektion hat im aus dem Jahr 1900 stammenden Kolkmannhaus in der Hofaue 55 (Hinterhaus, dritte Etage) jetzt eigene Räume bezogen. Morgen von 14 bis 19 Uhr kann man sich hier bei Kaffee, Waffeln und Kuchen umschauen. Passend dazu gibt es ein Gratis-Heft über Baudenkmäler im Bergischen Land.