Auf ihrem Lebensweg begegnet Hannah Schlubeck immer wieder Klischees, Vorurteilen und Hindernissen, die sich auf verschiedenen Ebenen manifestieren. Als Musikerin mit der rumänischen Panflöte setzt sie sich seit Jahrzehnten dafür ein, dieses vielseitige Instrument aus den Klischees der Straßenmusik und der Unterhaltungssparte zu befreien.
Als Mensch mit angeborener Behinderung kämpft sie seit jeher für ein selbstbestimmtes Leben in Eigenverantwortung und widersetzt sich den gesellschaftlichen Hürden. 2020 entschied sie sich für die Metamorphose von Matthias zu Hannah und lebt nun als trans* Frau in einer Gesellschaft, die sich in vielen Bereichen wieder verstärkt gegen Minderheiten wendet: „Diese feindselige Haltung trifft zunehmend auch queere Menschen, insbesondere trans* Frauen sowie tendenziell auch behinderte Menschen. Ein Blick in andere Länder zeigt, wie schnell die Entwicklung voranschreitet und was für viele Betroffene bereits Realität ist.“
Hannah Schlubecks Programm nimmt humorvoll die Tendenz aufs Korn, Menschen in Schubladen zu stecken, die ihnen nicht gerecht werden und ihr Potenzial und ihre Entwicklung behindern. Sie erzählt aus dem Alltag und reflektiert über ihr eigenes Schubladendenken.
Gleichzeitig regt sie das Publikum an, die eigenen Schubladen im Kopf zu überprüfen. In einer Welt, die zunehmend von Schwarz-Weiß-Denken und Kategorien geprägt ist, beeinflusst von Falschinformationen und verfälschten Entscheidungsgrundlagen, lädt sie zum Kennenlernen, Abbau von Vorurteilen und Barrieren ein. Nach dem mit viel Humor gewürzten Programm lädt sie zu Fragen und Diskussionen ein.