Unter dem Titel „Say Their Names – Erinnern heißt kämpfen!“ beginnt am 14. Februar 2026 um 12 Uhr vor dem Rathaus eine Kundgebung, der sich eine Demonstratio anschließt. Ein stilles Gedenken als Mahnung findet am 19. Februar von 17:30 bis 18:30 Uhr in Elberfeld auf der Alte Freiheit gegenüber den City-Arkaden statt.
Der Aufruf im Wortlaut: „Gökhan Gültekin, Sedat Gürbüz, Said Nesar Hashemi, Mercedes Kierpacz, Hamza Kurtović, Vili Viorel Păun, Fatih Saraçoğlu, Ferhat Unvar, Kaloyan Velkov und Ibrahim Akkuş. (Bilder)
Gedenkdemo zu den Morden in Hanau
Zum sechsten Mal gedenken wir nun der mittlerweile zehn Menschen, die am 19. Februar 2020 von einem Rechtsextremen bei einem Terroranschlag in Hanau getötet wurden. Vor Kurzem verstarb ein weiteres Opfer an den Spätfolgen des Anschlags. Sie stehen stellvertretend für Hunderte Menschen, die seit 1990 durch rechtsextreme und rassistische Gewalt ermordet wurden. Das dahinterstehende Weltbild wird weiterhin von der AfD und anderen Organisationen verbreitet.
Angehörige und Überlebende fordern bis heute eine angemessene Erinnerung und eine lückenlose Aufklärung der Tat und des massiven Versagens der Behörden. Dieses staatliche Versagen im Umgang mit rechtsextremer Gewalt zieht sich durch das ganze Land: von den NSU-Morden, über Hanau, bis zu den rassistischen Brandanschlägen 1993, 2021, 2024 in Solingen und so vielen mehr.
Indem wir uns und allen anderen immer wieder die Geschichten der Ermordeten erzählen, kämpfen wir gegen die Normalisierung von Rassismus. In Zeiten, in denen Merz permanent seinem Alltagsrassismus kundtut und große Teile der Bevölkerung eine offen rassistische und extrem rechte Partei wählen, ist es umso wichtiger, gemeinsam zu erinnern. Denn:
Erinnern heißt verändern. Erinnern heißt handeln. Erinnern heißt kämpfen. Erinnern heißt, zusammenzukommen und aufeinander achtzugeben.
Bringt eure Freundinnen und Freunde, Familien und Nachbarinnen und Nachbarn mit und lasst uns gemeinsam gegen rassistische Bedrohung und Gewalt kämpfen. An diesem und an allen Tagen! Wir wollen das Gedenken an die Opfer in den Vordergrund stellen und bitten darum, keine Parteifahnen mitzubringen.“