Wuppertaler Lüntenbeck Gesucht: Schloss-Nachfolge

Wuppertal · Nach 53 Jahren und zwei Generationen möchte die Familie Dinnebier ihr Schloss Lüntenbeck verkaufen. Aber nicht an irgendwen. Darüber informierten jetzt die Schwestern Antonia und Sonja Dinnebier.

Antonia (rechts) und Sonja Dinnebier.

Antonia (rechts) und Sonja Dinnebier.

Foto: Wuppertaler Rundschau / sts

Das historische und damals baufällige Ensemble, das Johannes Dinnebier 1971 vor dem drohenden Verfall rettete, ist längst eine ganz besondere Wuppertaler Adresse. Die Töchter Antonia und Sonja Dinnebier, die auf Schloss Lüntenbeck aufgewachsen sind, beschreiben das Ganze so: „Wunderbare Gebäude, eine wunderbare Hofgemeinschaft mit Gewerbe, Gastronomie und Privatwohnungen. Das ist ein Ort, der Wuppertal ganz viel gibt.“

 Schloss Lüntenbeck: Dieses besondere Wuppertaler Areal liegt zwar vor der Stadt, ist aber als Ganzes trotzdem ein sehr urbaner Ort mit sehr guter Verkehrsanbindung. Auch fürs Fahrrad.

Schloss Lüntenbeck: Dieses besondere Wuppertaler Areal liegt zwar vor der Stadt, ist aber als Ganzes trotzdem ein sehr urbaner Ort mit sehr guter Verkehrsanbindung. Auch fürs Fahrrad.

Foto: Achim Otto

Doch die Verwaltung der 3.300 Quadratmeter Gebäude- und 2,5 Hektar Außenflächen bedeutet viel Arbeit. Innerhalb der Familie Dinnebier zeichnet sich keine Nachfolge ab. Die verschiedenen Märkte, die auf dem Schloss stattfinden, wurden schon outgesourct. Und nun beginnt die Suche nach jemandem, der, so Antonia Dinnebier, „unsere Liebe zu diesem Ort teilt und sein eigenes Lüntenbeck daraus machen möchte“. (Bider)

Bilder: Das Wuppertaler Schloss Lüntenbeck im März 2024​
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Schloss Lüntenbeck im März 2024

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Foto: Achim Otto

18 Mieteinheiten beherbergt das umfangreiche Schloss- und Hofgelände. Das bedeutet: Das gesamte Ensemble trägt sich wirtschaftlich selbst. Bei der Veröffentlichung der Entscheidung, über die innerhalb der Familie schon seit Jahren gesprochen worden sei, machten Antonia und Sonja Dinnebier deutlich: Wer ihnen nachfolgt, soll das Gelände für die Öffentlichkeit erhalten, die unverwechselbare Hofgemeinschaft bewahren – und neue Ideen entwickeln.

Wer dieser Jemand sein könnte, ist noch völlig offen. Eine Stiftung, eine Firma, die einen neuen Sitz sucht, ein Schulungszentrum? Ein paar Kontakte gab es schon, „aber nichts Konkretes“, man müsse ja auch sehen, wie der Markt für so etwas Ungewöhnliches überhaupt sei.

Übrigens Nr. 1: Über Preisvorstellungen wird (natürlich) nicht gesprochen. Übrigens Nr. 2: Die Familie Dinnebier bleibt so lange am Ruder, bis die Nachfolgefrage geklärt ist.