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Pfarrer Dieter Albat in Wuppertal-Unterbarmen verabschiedet

Unterbarmen : „Langeweile kommt bestimmt nicht auf“

„Es ist schon schade, dass ich mich nicht so richtig von meiner Gemeinde, den Gruppen und Kreisen verabschieden kann“, sagt Pfarrer Dieter Albat. „Gerade zum Ende meines Dienstes hätte ich mir natürlich nochmal eine Begegnung gewünscht. Das wird später irgendwann möglich sein, hoffentlich. “ Nach 20 Jahren Pfarrdienst in Unterbarmen wurde Albat am Pfingstsonntag in feierlichem, aber kleinem Kreis entpflichtet.

Neben Superintendentin Ilka Federschmidt, seiner Frau und seiner jüngsten Tochter waren Albats Kollege Pfarrer Thomas Corzilius, einige Vertreter aus dem Presbyterium und ein Vertreter der katholischen Geschwister von St. Pius in der Rotter Kirche anwesend. Der Gottesdienst wurde aufgezeichnet und wird auf der Gemeindehomepage gezeigt.

Rückblickend erfüllt ihn die Zeit in der Gemeinde vor allem mit Dankbarkeit: „Danke, dass Sie, liebe Gemeindeglieder, mich und meine Familie so lange ausgehalten haben – in Leid und Freude. Danke für alles konstruktive, kritische, anregende und wertschätzende Begleiten meines Pfarrdienstes“, schreibt Albat im Gemeindebrief. Nach der Fusion der Gemeinden, die laut Albat „anfangs ein echter Kraftakt war“, werde in Unterbarmen jetzt eine lebendige Kirche in modernen Zeiten gelebt. „Es ist sehr wohltuend zu sehen, was alles gelungen ist.“ Und: „Ich habe den Gemeinde-Pfarrdienst geliebt, weil man mit vielen unterschiedlichen Menschen in ganz unterschiedlichen Bereichen zu tun hat.“

In seiner Dienstzeit lag Dieter Albat neben den Gottesdiensten und der Seelsorge auch die Arbeit an der LVR-Förderschule an der Melanchthonstraße am Herzen. Dort möchte er sich – genau wie im Wichernhaus – auch nach seiner Pensionierung weiter engagieren. Auch die Konfirmation, die aufgrund der Corona-Krise verschoben wurde, möchte er gerne noch nachholen. Und vielleicht verirrt sich der Pensionär weiterhin an Heiligabend mittags am Loher Bahnhof. Albat wird mit seiner Frau, Frauke Bürgers, vorerst im Pfarrhaus wohnen bleiben. Der 65-Jährige hat drei erwachsene Kinder und Ideen, wie er seine Zeit füllen kann: „Gerne die Familie sehen, die Enkel vor allem ... im Garten aufräumen und dies und das ... Langeweile kommt bestimmt nicht auf.“