Studentenbuden in Wuppertal dringend gesucht

Studi-Zahl auf Rekordniveau : Studentenbuden dringend gesucht

Nach wie vor liegen die Studentenzahlen in Wuppertal auf Rekordniveau: 23.290 Studierende waren im vergangenen Wintersemester in Wuppertal eingeschrieben – und die wollen auch irgendwo wohnen.

Zwar ist die Wuppertaler Uni nach wie vor auch für Pendler aus Ruhrgebiet und Rheinland attraktiv, aber nicht ausschließlich. Bereits jetzt, einen Monat vor Beginn des neuen Wintersemesters, sind schon alle 1.085 Appartements in den Studentenwohnheimen des Hochschulsozialwerks vermietet. 430 Studenten stehen bisher auf der Warteliste. Zwar wird an der Max-Horkheimer-Straße bereits ein neues Wohnheim mit 132 Plätzen gebaut – bis zum Wintersemester ist es aber noch nicht fertig. Also wohin mit den Wohnungssuchenden?

„Bis zum Semesterstart rechnen wir mit bis zu 600 Anfragen. Deshalb appelliere ich an alle Eigentümer, sich mit uns in Verbindung zu setzen, wenn sie über freien Wohnraum verfügen“, bittet Fritz Berger vom Hochschulsozialwerk. Stark nachgefragt bei Studienanfängern sind vor allem Einzel- und Doppelappartements. „Erstsemester, ob aus dem In- oder Ausland, haben am Anfang noch nicht genügend Kontakte, um mit Kommilitonen gemeinsam eine komplette Wohnung anzumieten“, erläutert Berger die Gründe.

Über das Hochschulsozialwerk können sich Vermieter und Eigentümer mit freiem Wohnraum melden und erhalten Unterstützung bei der Suche und Kontaktaufnahme zu neuen studentischen Mietern.

Um der Wohnungsknappheit neue Wohnkonzepte entgegenzusetzen, hat das Hochschulsozialwerk vor einigen Jahren das Projekt „Wohnen: für Hilfe“ ins Leben gerufen. Die Idee: Wuppertaler mit freiem Wohnraum vermieten ein Zimmer an einen Studenten gegen kleine Hilfen im Alltag. Die Miete wird dementsprechend um den Anteil der Hilfeleistung gemindert. Ob Gartenarbeit, Kinderbetreuung, Reparaturdienste oder ein gemeinsamer Konzertbesuch – worin die Unterstützung besteht, wird individuell festgelegt.

„Ausgenommen sind aber, wegen der besonderen Anforderungen, zum Beispiel Pflegeleistungen im engeren Sinne“, erklärt Stefanie Rappenecker, die sich um die Vermittlung der „Wohnen: für Hilfe“-Wohngemeinschaften kümmert.

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