Digitale Transformation: Die Finanzbranche erfindet sich neu

: Digitale Transformation: Die Finanzbranche erfindet sich neu

Digitalisierung, Generation Smartphone, Revolution des Bezahlens: Banken und Finanzdienstleister befinden sich im Umbruch. Die Verbraucher wollen ihre finanziellen Transaktionen zunehmend bargeldlos und auf möglichst komfortable Weise digital erledigen.

Bezahlen per Smartphone und ohne PIN

Noch ist Bargeld der Deutschen liebstes Kind, wenn es ums Bezahlen an der Kasse geht – neue Bezahlformen setzen sich aber immer stärker durch. Während einst EC- und Kreditkarte als bargeldlose Zahlungsmittel ein Monopol hatten, kommen nun Smartwatch und Smartphone zum Einsatz. Bezahldienste wie Google Pay und Apple Pay machen dank Kooperationen mit zahlreichen Banken das Mobiltelefon zur digitalen Geldbörse. Und EC-Karten kommen seit Einführung neuer Chips beim Bezahlen ohne Eingabe der PIN aus. Das alles macht das Bezahlen in Supermarkt und Co bequemer und unkomplizierter, stellt die Banken aber vor neue Herausforderungen bei der Organisation des Geldflusses.

Junge Kunden wollen Geldgeschäfte mobil erledigen

Wer um die Jahrtausendwende geboren wurde, ist mit Facebook, YouTube, WhatsApp und den üblichen Verdächtigen aufgewachsen. Vieles von dem, was früher einen Besuch in der Bankfiliale notwendig machte, will diese Generation auf ihren mobilen Endgeräten erledigen. Banken und Finanzdienstleister müssen schnell liefern, mit den alten Vertriebswegen und klassischen Finanzprodukten werden sie die Kunden von morgen kaum erreichen. Neue digitale Lösungen und Angebote sind gefragt, und zwar kurzfristig, denn die Start-up-Konkurrenz schläft nicht: Onlinebanken wie N26 erobern zunehmend Marktanteile.

Hohe Ansprüche an User Experience von Finanzprodukten

Selbst die Direktbanken müssen sich im Zuge der Digitalisierung neu erfinden, von zentraler Bedeutung ist die Optimierung der User Experience (UX). Finanzprodukte müssen bedienungsfreundlich, innovativ und sicher sein, um speziell jüngere Kunden an sich zu binden. Die Onlinefinanzdienstleister investieren deshalb massiv in diesem Bereich. Der Hintergrund: Während früher im Verdrängungswettbewerb die Marke und die damit verbundenen hohen Werbeausgaben eine wichtige Rolle spielten, sind es heute die Finanzprodukte selbst, die das Image eines Onlinefinanzdienstleisters prägen.

Bewertungsportale machen Unternehmen transparent

Weitere Herausforderung für die Branche: Wo einst Banken und Finanzberater bestenfalls im Freundes- und Familienkreis positiv oder negativ bewertet wurden, informieren sich die Verbraucher heute auf Onlineplattformen wie whofinance.de über Geldinstitute und Finanzdienstleister. Unter www.whofinance.de/institute/tecis lässt sich beispielsweise die Performance der Finanzberatung tecis recherchieren. Grundlage dieser Art der Unternehmenspräsentation sind Verbraucherbewertungen von Beratern, Filialen und Instituten, allein für tecis gibt es über 700 solcher Bewertungen.

Nicht nur auf Kundenebene müssen sich Finanzberater und Banken der neuen Transparenz stellen: Auf Bewertungsportalen wie kununu können sich Arbeitssuchende informieren, wie Mitarbeiter und Bewerber einen bestimmten Arbeitgeber beurteilen. Kann ein Unternehmen in Zeiten des Fachkräftemangels nur schlechte Bewertungen vorweisen, hat es schlechte Karten im War for Talents.