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Richter will wachrütteln

Richter will wachrütteln

Nach einer holperigen Vorbereitung startet der WSV am Sonntag (15 Uhr) beim SV Sonsbeck in die Rückrunde der Fußball-Oberliga. Über den Einspruch gegen die Schmidt-Sperre ist noch nicht entschieden.

Es begann so gut: Mit 2:0-Siegen bei den Regionalligisten FC Hennef 05 und VfL Bochum II war die Mannschaft von Trainer Thomas Richter im Januar hoffnungsvoll in die Testspielserie gestartet. Doch dann kam der Bruch, zunächst verursacht durch die fehlenden Übungsmöglichkeiten nach Schneefall und Frost. Seitdem sucht der WSV seine Form, vor allem gedanklich. Tiefpunkt war die 0:2-Niederlage am vergangenen Samstag beim Westfalenligisten DJK TuS Hordel.

Richter platzte der Kragen. Hatte er schon nach dem 2:2-Remis beim Kreisligisten TuS Harpen und dem 2:2-Unentschieden beim Landesligisten SC Obersprockhövel "Nachlässigkeiten und Unkonzentriertheiten" moniert, war er nun "absolut nicht einverstanden mit der Leistung". Dass auf die verpatzte Generalprobe ein glänzende Premiere folgt, darauf wollte sich der WSV-Chefcoach nicht ohne Weiteres verlassen. Und setzte deshalb für Rosenmontag kurzerhand eine Besprechung und eine Laufeinheit an. "Natürlich habe ich auch reingehorcht in die Mannschaft, aber das ist eine interne Geschichte. Wir haben genug geredet. Was zählt, ist nun das Auftreten auf dem Platz", fordert der 52-Jährige.

Das am besten schon am Sonntag auf dem Kunstrasen in Sonsbeck und am 1. März im Derby gegen die SSVg. Velbert, für das bereits rund 4.500 Karten verkauft sind. Der SVS schwebt als Vorletzter in akuter Abstiegsgefahr. Dass der WSV dort in der vergangenen Saison in der Schlussphase unnötigerweise mit 1:2 verlor, interessiert Richter absolut nicht: "Das ist Vergangenheit, es geht um das Hier und Jetzt. Vor uns liegt eine konzentrierte Trainingswoche."

Danach wird Richter den Kader nominieren. Danijel und Dalibor Gataric sind angeschlagen, Davide Leikauf und Florian Grün nach langer Verletzungspause gerade erst wieder ins Training eingestiegen. Damit ist — bis auf Kevin Weggen — die komplette Schaltzentrale fraglich. Kapitän Dennis Schmidt ist weiter matt gesetzt; ob der Einspruch gegen die Vier-Wochen-Sperre erfolgreich ist, bleibt abzuwarten. "Grundsätzlich sind wir nicht abhängig von Einzelspielern, sondern müssen als Kollektiv überzeugen. So wie in der Hinrunde", zeigt Richter den Weg auf.