Handball-Bundesliga: TVB Stuttgart - Bergischer HC 25:31 (14:17)

Handball-Bundesliga: 31:25 (17:14) in Stuttgart : BHC mit beeindruckender Vorstellung

In der Handball-Bundesliga hat sich der Bergische HC am Sonntagnachmittag (17. November 2019) beim TVB Stuttgart eindrucksvoll mit 31:25 (17:14) durchgesetzt. Bester Werfer war Jeffrey Boomhouwer mit sechs Toren. Mit 13:13 Punkten ist der BHC nun Tabellenneunter.

Während der Gastgeber in Bestbesetzung antreten konnte, musste BHC-Trainer Sebastian Hinze auf Tomas Mrkva (Patellasehnen-Probleme), Daniel Fontaine (Achillessehnenriss), Arnor Gunnarsson (Muskelbündelriss) und Leos Petrovsky (Schambeinentzündung) verzichten. Die angeschlagenen Fabian Gutbrod und Csaba Szücs waren dagegen im Kader.

Es ging los wie bei der Feuerwehr. Bereits nach vier Minuten waren fünf Treffer gefallen (3:2 für Stuttgart). Max Darj brachte die Gäste mit zwei Treffern erstmals mit zwei Toren Differenz in Führung (5:3, 8.). Fabian Gutbrod erhöhte auf 6:3 (10.). Als Linus Arnesson das 7:3 gelang, nahm der TVB die erste Auszeit (13.). Der BHC konnte sich in dieser Phase auf Torhüter Christopher Rudeck verlassen, der mehrere Paraden hinlegte. Jeffrey Boomhower behielt beim Siebenmeter im Nachwurf die Nerven - 9:5 (17.). Der Vorsprung blieb zunächst konstant. Alexander Weck versenkte einen Siebenmeter zum 11:7 (22.). Dann aber kamen die Baden-Württemberger auf 9:11 heran (24.). Nun nahm auch Hinze eine Auszeit. Stuttgart setzte zum 10:11 nach (25.). Doch der BHC fing sich wieder und stellte durch Weck und Boomhouwer auf 13:10 (25.). Tomas Babak netzte zum 16:13 (30.) und zwei Sekunden vor der Sirene zum 17:14-Pausenstand ein.

Der BHC startete optimal in den zweiten Durchgang mit zwei Toren von Darj und Kristian Nippes zum 19:15 (32.). Das Hinze-Team legte nun noch einen Gang zu und wurde noch effektiver. Lukas Stutzke besorgte das 21:16 (37.), Yannick Fraatz das 23:17 (39.) und 26:18 (44.). Das Match wurde zu einer BHC-Demonstration: Boomhouwer schloss einen Gegenstoß zum 28:19 ab (49.). Torwart-Ikone Johannes „Jogi“ Bitter verzweifelte zusehends. Für den 30. Treffer zeichnete Arnesson in der 54. Minute verantwortlich. Stuttgart betrieb zwar am Ende noch etwas Ergebniskosmetik, die Punkte ginge aber hochverdient ins Bergische Land.

Sebastian Hinze (Trainer Bergischer HC): „Es war ein sehr verdienter Sieg von uns. In der ersten Halbzeit haben wir uns die drei Tore Vorsprung hart erkämpft. Wir haben ein paar Phasen, in denen wir einfache Fehler machen und Stuttgart dann ins Konterspiel kommt. Aber es ist wichtig, dass wir stabil geblieben sind, wieder ein Tor nachlegen und Johannes Bitter nicht zum Faktor werden lassen. Aus der Halbzeit kommen wir überragend heraus. Wir decken super und haben eine hohe Effektivität im Angriffsspiel. Dann fängt eine Heimmannschaft auch an, zu überlegen, und nimmt vielleicht mal einen Abschluss zu früh und von weiter weg. Christopher Rudeck wird bei den Würfen aus neun Metern auch zum Faktor. Es ist dann ein Spiel, das wir sehr souverän gewinnen. Aber wir mussten hart dafür arbeiten, um es dahin zu bekommen. Heute möchte ich Lukas Stutzke herausheben, der eine überragende Innenblock-Arbeit geleistet hat. Seit Csaba Szücs ausfällt, ist er da in seinen jungen Jahren über 60 Minuten gefordert. Für mich ist er einer der Matchwinner, weil er auch in der zweiten Welle noch viel rausholt - sowohl an Progression als auch eigener Effektivität.“

Jürgen Schweikardt (Trainer TVB Stuttgart): „Es war ein absolut verdienter Sieg. Der BHC war auf uns bestens vorbereitet, und die Dinge, die wir vorbereitet hatten, sind überhaupt nicht zum Tragen gekommen. Der Halbzeitvorsprung von drei Toren war sogar noch schmeichelhaft für uns, weil wir keinen Zugriff in der Abwehr gefunden haben und auch im Angriff mit verschiedenen Formationen keine Lösungen hatten. Das setzt sich dann nach der Pause fort. Dann ist das Spiel schon ziemlich früh entschieden. Wir haben uns das komplett anders vorgestellt, aber es war auch klar, dass es nach den guten Wochen auch mal wieder schlechter aussieht. Wir sind noch nicht so stabil. Man hat gesehen, dass der BHC eine gewachsene Mannschaft hat, bei der noch junge Leute hinzukommen können, um das Gesamte zu bereichern. Mein Dank gilt den Zuschauern, die uns bis zum Ende unterstützt haben."

Jörg Föste (Geschäftsführer Bergischer HC): „Mit einer hochkonzentrierten, reifen Leistung haben wir uns einen Auswärtssieg verdient, der sehr hoch zu bewerten ist. Klasse, wie wir über 60 Minuten unter Stärken durchgebracht haben – ein bedeutender Erfolg!“

Das nächste Mal gefordert ist der BHC bereits am Donnerstag (21. November). Dann kommt der TBV Lemgo-Lippe um 19 Uhr in die Klingenhalle.

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