Fußball-Regionalliga: Bergisch Gladbach 09 - Wuppertaler SV 1:1 (1:0)

Fußball-Regionalliga: 1:1 (0:1) in Bergisch Gladbach : WSV wartet weiter auf einen Sieg

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV hat das Kellerduell beim SV Bergisch Gladbach 09 am Samstagnachmittag (2. November 2019) mit einem 1:1 (0:1)-Unentschieden beendet. Vor 720 Zuschauern traf der eingewechselte Beyhan Ametov zum Ausgleich. Der WSV ist jetzt seit zwölf Ligapartien sieglos.

Den rotgesperrten Kevin Pytlik ersetzte Nedim Pepic. Mit Silvio Pagano (erkrankt) fiel ein weiterer Akteure aus. Schon in der 2. Minute hatte Gianluca Marzullo die Führung auf dem Fuß. Sein Schuss wurde aber im letzten Moment noch abgewehrt. Glück hatte der WSV in der 8. Minute, als nach einem Fehlpass von Nedim Pepic Bergisch Gladbachs Stürmer Metin Kizil den Wuppertaler Keeper Niklas Lübcke umkurvte und gefoult wurde. Der Elfmeterpfiff blieb aber aus, weil Kizil zuvor im Abseits stand.

Nach der ordentlichen Anfangsphase verflachte die Partie zusehends. Erst in der 23. Minute setzte Marzullo erneut ein Ausrufezeichen: Aus kurzer Distanz jagte er den Ball aber über die Latte. Gezählt hätte der Treffer wegen einer Abseitsposition aber nicht. Dann wurde es vor dem WSV-Tor turbulent: Patrick Hill scheiterte mit einer guten Chance an Lübcke, der im Eins-gegen-Eins die Oberhand behielt. Von ihm prallte der Ball vor die Füße Kizils, der theoretisch nur ins leere Tor einschieben musste, praktisch den Ball aber nicht richtig traf. Danach schoss Daniel Nesseler Noah Salau an, von dessen Körper der Ball im hohen Bogen über den Kasten flog (25.).

Die Bergisch Gladbacher, die zuletzt sieben Mal in Folge verloren hatten, wurden mutiger - und gingen in Führung: Erst parierte Lübcke nach einer Ecke noch zweimal, dann aber war der gegen Kizils Schuss aus 20 Metern in den Winkel machtlos - 1:0 (27.). Der WSV übernahm zwar fortan etwas mehr das Kommando, konnte sich aber keine erwähnenswerte Chancen erarbeiten. Erst kurz vor der Pause kam Marzullo gegen 09-Verteidiger Tom Isecke in aussichtsreicher Position um Zentimeter zu spät. Der WSV musste mit einem Rückstand in die Kabine.

Trainer Alexander Voigt reagierte und brachte mit Beyhan Ametov für Salau einen offensiveren Spieler (46.). Erneut war es Marzullo, der knapp vor dem Kasten scheiterte (52.). Auf der Gegenseite geriet die WSV-Defensive jedoch bei fast jedem Angriff ins Schwimmen. Mit einer starken Parade verhinderte Keeper Lübcke das 0:2 gegen Kizil (60.). Lukas Knechtel hatte zwei Minuten später den Ausgleich auf dem Kopf, setzte die Kugel aber wenige Zentimeter über die Latte.

Für Joey Paul Müller und Yusa Alabas kamen Achouird Fatni und Nick Osygus (65.). Dann endlich durften die mitgereisten WSV-Fans jubeln: Ametov setzte zum Dribbling an und vollendete mit einem Flachschuss - 1:1 (70.). Saric stellte sich der neuerlichen 09-Führung durch Dustin Zahnen in den Weg (74.). Beide Teams spielten nicht gut, aber auf Sieg: Tjorben Uphoff verzog seine Volleyabnahme nur knapp (79.). Bergisch Gladbach ging langsam die Kraft aus. Das Voigt-Team versuchte es auszunutzen. Beinahe wäre es gelungen, doch Isecke kratzte den Kopfball von Knechtel von der Linie (89.).

Alexander Voigt (Wuppertaler SV): „Wir hatten uns vorgenommen hierher zu fahren und drei Punkte zu holen - klar. Nur die hätten so richtig geholfen. Sieht man den Spielverlauf, muss man aber froh sein, zumindest einen zu holen. Ich bin aber ein Freund davon, die positiven Dinge zu sehen. Die Mannschaft hat im zweiten Durchgang eine Reaktion gezeigt, viele Aktionen gehabt. Wir hätten das Spiel noch drehen können, aber das wäre angesichts unserer Leistung in der ersten Hälfte zu viel gewesen. Klar sind wir enttäuscht. Aber jeder hat gedacht, wir fahren hier hin und gewinnen im Spaziergang. Aber das ist in unserer Situation gegen niemanden der Fall. Ich wünsche Helge alles gute und viele, viele Punkte gegen unsere Konkurrenten.“

Helge Hohl (Bergisch Gladbach): „Das Spiel, kurz nach Abpfiff, sehen wir es mit gemischten Gefühlen. Wir haben Zuhause den ersten Punkt geholt. Mit Ausnahme der ersten Minute haben wir 60, 70 Minuten kaum etwas zugelassen. Nach dem 1:0 haben wir mehrfach die Gelegenheit, das 2:0 zu machen. Wir hatten noch in keinem Spiel so viele Chance. Und wenn man der Mannschaft etwas ankreiden will, dann dass wir nicht nachgelegt haben. Mit dem 1:1 kippt das Spiel so ein bisschen. In der aktuellen Phase bin ich mit dem Punkt durchaus zufrieden.“

Der WSV bereitet sich nun eine Woche lang auf das Derby gegen Rot-Weiß Essen vor. Es beginnt am Sonntag (10. November 2019) um 14 Uhr im Stadion am Zoo.

Auch Yusa Alabas kam nicht durch. Foto: Jochen Classen
Mehr von Wuppertaler Rundschau