Fußball-Regionalliga, Liveticker: WSV - Fortuna Köln (Sa., 14 Uhr)

Fußball-Regionalliga: Samstag ab 14 Uhr : Liveticker: WSV - Fortuna Köln

Der Fußball-Regionalligist WSV will am Samstag (26. Oktober 2019) gegen Fortuna Köln die Talfahrt stoppen. Anstoß im Stadion am Zoo ist um 14 Uhr.

Da waren es nur noch 18. Nach dem Aus der SG Wattenscheid 09 steht in der Regionalliga West der erste von fünf Absteigern bereits fest. Nach gut einem Drittel der Saison liegt der WSV auf Rang 16, drei Punkte hinter dem rettenden Ufer – und muss damit auf jeden Fall noch zwei weitere Clubs hinter sich lassen.

„Das ist absolut bitter für alle Fans und Fußballliebhaber. Das gönnt man keinem, auch keinem Konkurrenten“, kommentiert WSV-Sportdirektor Karsten Hutwelker das Aus des Ex-Bundesligisten. „Aber es zeigt, wie schnell das Undenkbare Realität werden kann.“ Und der Abschied von den seit Jahrzehnten besten Stadionwürstchen weit und breit. (Anmerkung: Nach der Entscheidung kursieren Meldungen, wonach es doch noch einen Geldgeber geben soll und der Verband in der kommenden Wochen darüber berate.) Ganz oben auf der eigenen Agenda steht die wirtschaftliche Konsolidierung. Wie Wattenscheid hatte der WSV im Frühjahr eine Spendenaktion („Crowdfunding“) gestartet, aber auch er kämpft weiter um jeden Cent. Nach zuletzt zehn Partien ohne Sieg, der Beurlaubung von Trainer Andreas Zimmermann und der Verpflichtung von Alexander Voigt geht es auf dem Feld darum, die Talfahrt zu stoppen. Vielleicht schon heute gegen Fortuna Köln.

Allerdings ist die Mannschaft von Chefcoach Thomas Stratos inzwischen in Fahrt. 13 von 15 Punkten holte sie zuletzt, unter anderem durch ein 2:0 in Gladbach, ein 1:0 in Essen und ein 2:0 gegen Lotte. Stammtorhüter der Fortunen ist Kevin Rauhut, der von 2010 bis 2012 beim WSV unter Vertrag statt. Das Trikot der Südstädter trägt inzwischen auch Philipp Kenan Dünnwald, der sich in der vergangenen Saison in Wuppertal nicht durchsetzen konnte.

Kevin Pytlik, Yusa Alabas und Nick Osygus sind beim WSV weiter angeschlagen. Voigt muss aber vor allem die Kopfblockade seines Teams lösen. Das zeigt sich im Training durchaus engagiert, bekommt im Spiel aber stets weiche Knie.

Der WSV hofft bei gutem Herbstwetter auf 2.000 Zuschauer. Erwartet wird ein enges Spiel. Dafür spricht die Bilanz der vergangenen Jahrzehnte: 14 Wuppertaler Siegen stehen fünf Unentschieden und 13 Niederlagen gegenüber.

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