Kanute Jannick Wienand: In China und den heimischen Wohnzimmern

Wuppertaler bei Kanu-Marathon-WM : In China und den heimischen Wohnzimmern

Der 17-jährige Jannick Wienand von der Kanu-Sportgemeinschaft (KSG) Wuppertal ist weit weg von den Beyenburger Heimatgewässern angetreten: Bei der Kanu-Marathon-Weltmeisterschaft im chinesischen Shaoxing belegte er in der Juniorenklasse der Einercanadier den elften Platz.

19 Kilometer musste er verteilt auf fünf Runden mit vier Tragestrecken (Portagen) zurücklegen. Eine einstellige Platzierung wäre dem Wuppertaler deutlich lieber gewesen, aber das schwüle Wetter der südchinesischen Stadt und die Zeitumstellung nach der kurzfristigen Anreise machten seinem Kreislauf zu schaffen, sodass er einen dänischen und einen japanischen Konkurrenten vorbeiziehen lassen musste.

Zudem war der Rundkurs in Shaoxing für alle rechts paddelnden Canadierfahrer etwas nachteilig angelegt. Nach der Wettkampf-Anstrengung steht für Jannick jetzt eine kleine China-Rundreise auf dem Programm, bevor am Freitag der Flieger zurück nach Deutschland startet. Seine Familie ist mit dabei - Vater Ralf Wienand war in den 80er-Jahren einer der erfolgreichsten KSG-Sportler und 1984 Olympia-Teilnehmer in Los Angeles. Derweil ist Jannicks Bild im Hauptbahnhof und in vielen Wuppertaler Wohnzimmern zu sehen: Er ist der Kanute auf dem stimmungsvollen Foto vom Beyenburger Stausee, mit dem Petra Urbath kürzlich Platz zwei beim „Wuppertaler Fotopreis 2019“ gewonnen hat - er war ihr bei seinem Morgentraining vor Schulbeginn vor die Kamera gepaddelt.

Jannick Wienand auf dem Beyenburger Stausee. Das Bild von Petra Urbath belegte Platz zwei beim „Wuppertaler Fotopreis 2019“. Foto: Petra Urbath
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