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Fußball-RL: Tom Geerkens setzte beim WSV direkt Akzente​

Fußball-Regionalliga : Tom Geerkens setzte beim WSV direkt Akzente

Er kam, sah und siegte. Die Einwechslung von Tom Geerkens war zweifelsohne ein entscheidender Faktor für den Fußball-Regionalligisten Wuppertaler SV beim Heimerfolg gegen die Schalker U23 (3:1). Die 23-Jährige, ausgeliehen vom Drittligisten Arminia Bielefeld, sorgte nicht nur für Stabilität, sondern auch für Schwung in der Offensive.

„Es war sehr wichtig, dass wir mit einem Sieg gestartet sind“, weiß der defensive Mittelfeldspieler. Trainer Ersan Parlatan hatte lange überlegt, wen er auf der Position in die Startelf stellen sollte. Er entschied sich am Ende für Tobias Peitz, auch weil Tom Geerkens erst am Dienstag verpflichtet worden war und noch nicht so viele Einheiten mit seinem neuen Team absolviert hatte. Doch schon in der 38. Minute kam der Neuzugang. Zuvor hatte Schalke zu viele Chancen, waren zugleich die eigenen Angriffe nicht zwingend genug. Das sollte sich schnell ändern – schon bei der sehenswerten Kombination mit Kevin Hagemann, der das 2:1 erzielte (48.).

„Ich bin von der Mannschaft top aufgenommen worden“, freut sich Geerkens, der bereits im Sommer ein Thema an der Hubertusallee war. Seinerzeit traf er sich im Stadion am Zoo mit dem damaligen Trainer Hüzeyfe Dogarn, entschied sich dann aber doch für Drittligist Bielefeld. Im Winter fragte WSV-Sportchef Gaetano Manno erneut an. „Ich habe mich damit befasst, weil ich unbedingt mehr spielen wollte“, blickt er zurück.

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  • Tom Geerkens (li.) und Gaetano Manno.
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Als Arminia-Coach Michél Kniat ihm signalisierte, dass er das trotz der gut verlaufenden Vorbereitung nicht versprechen könne, stand der Wechselwunsch fest. Beim WSV tritt Geerkens mit Mert Göckan auf einen ehemaligen Kollegen aus seiner Zeit bei Fortuna Düsseldorf II (2021 bis 2023). Auch aus den Duellen mit dem FC Wegberg-Beeck (2019 bis 2021) kennt er viele weitere seiner neuen Mitspieler.

Ganz ohne „Druck“ verlief der Transfer zur Hubertusallee allerdings nicht. Tom Geerkens, der ein Fernstudium (Sportmanagement) absolviert, ist in Würselen geboren, seine Familie wohnt im nur wenige Kilometer entfernten Aachen, er selber trug (nach seinem Start bei Grenzwacht Pannesheide) viele Jahre das Trikot der Alemannia. „Da habe ich natürlich was zu hören bekommen, auch von Freunden“, schmunzelt der WSV-Neuzugang, der den Spielstil Michael Ballack mochte und den von Toni Kroos und Joshua Kimmich mag. „Die Alemannia hat halt einen großen Stellenwert in der Region.“

Und liegt zurzeit sieben Punkte vor dem WSV. Ein aufholbarer Rückstand? „Wir sollten mal die nächsten ein, zwei Wochen abwarten. Wir spielen in Rödinghausen, das sehr heimstark ist, Aachen gegen Oberhausen. Wir müssen auf jeden Fall eine Serie starten.“ Damit es in der kommenden Saison in der 3. Liga zur Partie zwischen Arminia Bielefeld und dem WSV kommt? „Das wäre das Beste. Für die Arminia geht es um den Klassenerhalt.“

Geerkens Vertrag bei den Ostwestfalen läuft noch bis zum Sommer 2025. In Wuppertal, wo er nun eine Wohnung bezogen hat, will er „möglichst viel spielen, der Mannschaft weiterhelfen und verletzungsfrei durchkommen“. Wenn er weiterhin so auf sich aufmerksam macht wie gegen Schalke II, dürfte es nach Saisonende an Optionen nicht mangeln.