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Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV schlägt VfB Homberg 2:1 (0:1)

Fußball-Regionalliga: 2:1 (0:1) gegen Homberg : WSV zeigt zwei Gesichter und holt drei Punkte

Der Fußball-Regionalligist Wuppertaler SV ist erfolgreich in die Englische Woche gestartet. Die Mannschaft von Trainer Björn Mehnert bezwang am Samstagnachmittag (3. April 2021) den VfB Homberg mit 2:1 (0:1). Marco Königs und Joey Paul Müller trafen.

Drei Wechsel nahm Trainer Mehnert im Vergleich zur Startformation beim 2:2 in Straelen vor: Moritz Römling, Kevin Pytlik und Marco Königsr mischten von Beginn an mit. Mateo Mateo Aramburu, Joelle Tomczak und Daniel Nesseler saßen diesmal zunächst auf der Bank. Zwar fehlten der angeschlagene Abwehrchef Christopher Schorch sowie die Langzeitverletzten Tolga Cokkosan und Ilyas Zhou weiter. Dafür kehrten aber Joey Paul Müller und Kevin Pytlik nach ihren verbüßten Sperren zurück.

Die Partie startete intensiv ohne Abtasten. In der ersten Viertelstunde konnte sich allerdings keines der beiden Teams eine echte große Torchance erarbeiten. In Führung gingen die Gäste in der 22. Minute nach einer Hereingabe von links und einem Schuss von Marvin Lorch vom Elfmeterpunkt. Torwart Sebastian Patzler wäre wohl dagewesen, aber Danny Rankl hielt noch seinen Fuß dazwischen. So sprang der Ball halbhoch ins Netz – 0:1. Der WSV fand offensiv weiterhin kaum statt. Homberg hielt die Rot-Blauen in Schach, ohne selbst weiter gefährlich zu werden. Mehnert schickte deshalb Lars Bender in der 33. Minute zum Warmmachen. Und der kam in der 40. Minute für Furkan Tasdemir. Homberg ging verdient mit der Führung in die Kabine. Die Gäste waren das aktivere Team mit der besseren Spielanlage.

Mehnert wechselte zum zweiten Durchgang Joey Paul Müller für Kevin Pytlik ein. Der WSV legte mit viel Schwung los – und glich schnell aus. Königs nahm eine Römling-Flanke volley und traf rechts unten zum 1:1 (48.). Nachdem Kevin Hagemann knapp über den Kasten zielte, gelang Müller das 2:1 per Kopf. Wieder hatte Römling geflankt (55.). Semir Saric verpasste aus fünf Metern den möglichen nächsten Treffer (64.). Entschieden war die Partie aber noch nicht: Lorch schlenzte den Ball am langen Pfosten vorbei (70.). Auch Ahmad Jafari zielte per Kopf neben den Kasten (72.). Saric hatte in der 83. Minute die Entscheidung auf dem Fuß, er setzte die Kugel aber am rechten Pfosten vorbei. Auch Pierre Nowitzki ließ eine große Chance aus (88.). Issak Akritidis ersetzte Beyhan Ametov. Maeto Aramburu scheiterte beim Versuch, das 3:1 zu machen (90.+1.). Die Punkte blieben dennoch in Wuppertal.

Björn Mehnert (WSV-Trainer): „Die erste Halbzeit war schlecht. Wir haben unseren Plan nicht umgesetzt. Die Möglichkeit war da, aber wir haben es nicht gemacht. Wir waren mit Ball nicht zielstrebig genug, außerdem waren die Abstände zwischen den Mannschaftsteilen zu groß. Wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben zu viel Raum gelassen. Wir lagen deshalb verdient im Hintertreffen. Wir haben das in der Halbzeit klar analysiert, wobei es gar nicht so laut war, und haben zwei Wechsel vorgenommen, einen schon kurz vor der Pause. Wobei ich betonen will, dass Furkan Tasdemir nicht der schlechteste Spieler auf den Platz war, er hat alles rausgehauen. Wir wollten mit Lars Bender einen erfahrenen Mann bringen. Mit Joey Paul Müller kam dazu ein laufstarker Spieler, der auch in die Tiefe geht. Dadurch wurde es deutlich besser. Wir waren mutiger und aggressiver. Uns gelingen zwei schnelle Tore, Marco Königs trifft den Ball optimal (Mehnert schmunzelt, es war eher ein ,Schienbeinroller‘, Anm. der Red.). Die erste Viertelstunde nach dem Wechsel war gut, dann wurde es hektischer, wir hatten wieder weniger Kontrolle. Wir müssen da das 3:1 machen, dann ist der Deckel drauf. Wir hatten ja zwei gute Chancen durch Semir Saric und dann später durch Mateo Aramburu. Wegen der besseren Chancen war es meiner Meinung nach ein verdienter Sieg. Jonas Erwig-Drüppel hatte eine Prellung und seit Mittwoch nicht trainiert. Bei Christopher Schorch müssen die Ärzte schauen. Lars Holtkamp ist noch nicht bei 100 Prozent, aber nah dran. Unser Kader ist breit, wir können gut reagieren auf Systeme, Gegner und die eigene Spielleistung.“

Stephan Küsters (Sportlicher Leiter des WSV): „Wir haben die erste Halbzeit komplett verschlafen, Homberg hat uns dominiert und verdient geführt. Unser Trainer hat auf 4-2-3-1 umgestellt, das hat den Jungs gutgetan. Sie haben sich zurückgekämpft. Wir haben nach der Halbzeit mit den beiden Toren ein klares Zeichen gesetzt. Klar haben wir Chancen zugelassen, aber das war meiner Meinung nach überschaubar. Wir müssen selber den Deckel draufmachen. Semir Saric hätte es zwei Mal machen müssen, dafür hat er in den vergangenen Wochen getroffen. Das passiert halt. Aufgrund der zweiten Halbzeit finde ich, dass der Sieg verdient ist.“

Spiel zwei der Englischen Woche steigt am Mittwoch (7. April) ebenfalls im Stadion am Zoo. Anstoß gegen den FC Wegberg-Beeck ist um 19:30 Uhr. Es folgt die Partie am kommenden Samstag (10. April) um 14 Uhr bei Alemannia Aachen auf dem Tivoli.

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