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Zwei Senioren aus Wuppertal: Für die AIDS-Hilfe bis zum Nordkap

Zwei Senioren aus Wuppertal : Für die AIDS-Hilfe bis zum Nordkap

Und weg sind sie! Unter dem Motto „2 seniors go north“ radeln Michael Eckert und Günther Schilbock von Wuppertal bis ans Nordkap in Norwegen. Anfang Mai berichtete die Wuppertaler Rundschau bereits über das Vorhaben der beiden Ü60er. Nach einer durch Corona verursachten Verzögerung des Starts sind die beiden Freunde am 20. Juni auf ihre abenteuerliche Reise aufgebrochen. Mittlerweile sind sie schon in Norwegen angekommen.

Die E-Bikes sind beladen. Mit jeweils 20 Kilogramm. Das Team „2 Seniors go north“ ist startklar. Ein letzter entschlossener Blick in die Rundschau-Kamera. Keine fünf Minuten später brechen Günther Schilbock (67) und Michael Eckert (61) auf. In ein großes Abenteuer. Vor ihnen liegen rund 4.500 Kilometer. Ihr Ziel: Das Nordkap in Norwegen – der nördlichste vom Festland aus auf dem Straßenweg erreichbare Punkt Europas. Und dem sind sie bereits ein auch schon ein großes Stück näher gekommen.

Der erste große Tourabschnitt führte die „2 seniors“ an die deutsch-dänische Grenze. 550 Kilometer fuhren Günther Schilbock und Michael Eckert zum Teil bei heftigem Regen über stark befahrene Landstraße und an riesigen Ackerbauliegenschaften entlang. „Das war zum Teil recht eintönig und wir haben die vielen Kilometer ‚gefressen’“, berichten die beiden Radler. Dennoch: Unterwegs machten sie Abstecher in sehenswerte Städte wie Münster, Bremen, Schleswig und Flensburg. „Hier wurden wir oft von Passanten auf der Straße oder während der Fahrt auf dem Rad zu unserer Reise angesprochen. Von wo kommt ihr, wohin geht‘s?“, erzählt Günther Schilbock. In den Gesprächen wiesen er und Michael Eckert darauf hin, dass sie auch für den guten Zweck radeln und auf ihrer Fahrt Spenden für die AIDS-Hilfe Wuppertal sammeln. So spendete in Bremen Jürgen, ein bis dahin unbekannter Passant, spontan zehn Euro für das Projekt.

Der zweite Tourabschnitt führte die beiden Pedalritter durch Dänemark und startete mit der Stadt Kolding. „An der Grenze mussten wir uns einer ersten Corona-Überprüfung unterziehen. Hier machte sich unser elektronischer Impfpass bezahlt“, erklären die beiden. Die erste Hürde war genommen. Aber nur die erste. Denn, in einem Auf und Ab, radelten die „2 seniors “entlang der nahezu schnurgerade in Richtung Norden verlaufenden Landstraßen durch Dänemark. Die Sonne und der stärker werdende Wind begleiteten die beiden dabei. „Eindrucksvolle Städte wie Aarhus und Aalborg zeigten uns das unbeschwerte Leben der Dänen.“

Mit Blick auf die bevorstehende Einreise nach Norwegen und die Corona-Anforderungen legten die Extrem-Radler einen Pausentag in der Stadt Hjörring ein. Auch Wäsche waschen und das Ölen der Fahrräder muss ja mal erledigt werden ...