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Wuppertal-Einern: Bio-Restaurant und eine große Landwirtschaft

Gaststätte Winkelmann auf Einern : Bio-Restaurant und eine große Landwirtschaft

Wie und wann geht es mit der Gaststätte Winkelmann auf Einern weiter? Diese Frage stellen sich Nachbarn vor Ort schon seit einiger Zeit. Jetzt gibt es Neuigkeiten, die weit über den denkmalgeschützten Bau hinausreichen.

Mehr als 400 Jahre wurde die Gaststätte Winkelmann auf Einern gastronomisch genutzt. Nach der zwischenzeitlichen Schließung sollen 2022 die Lichter wieder angehen. Der neue Besitzer Jörg Heynkes will hier neue Öko-Akzente für den Stadtteil setzen.

Jörg Heynkes, der zuletzt mit dem Verkauf der „VillaMedia“ am Arrenberg und dem gescheiterten Versuch, IHK-Präsident zu werden, in Erscheinung trat, hat das Grundstück Einern 120 mit dem historischen Fachwerkhaus erworben. „Ich liebe solche alten Gaststätten“, erzählt er im Gespräch mit der Rundschau. Im Internet sei das Gebäude angeboten worden, und er habe es schließlich gekauft. Der ehemalige Inhaber der „VillaMedia“ am Arrenberg hat Erfahrung damit, aus alten Häusern Top-Adressen für Events und Gastronomie zu machen. „Nach dem Verkauf der Villa-Media wollte ich wieder einen Beitrag für Wuppertal leisten“, sagt Jörg Heynkes. Deshalb gehen seine Pläne für das Objekt auch über die Wiederbelebung der Gaststätte hinaus.

Und so soll die ehemalige Gaststätte Winkelmann nicht nur wiederbelebt werden, sondern es sollen Speisen aus selbst angebauten Lebensmitteln auf der Karte stehen. Wie das gehen kann? Jörg Heynkes hat dafür schon einen Plan: „Durch Zufall wurde mir auch das Grundstück auf der anderen Straßenseite, Einern 123, zum Kauf angeboten. Das sind etwa 10.000 Quadratmeter Land. Dort wollen wir traditionelle und moderne Landwirtschaft betreiben.“

 Die um das Jahr 1660 errichtete Gaststätte Winkelmann auf einem historischen Gemälde.
Die um das Jahr 1660 errichtete Gaststätte Winkelmann auf einem historischen Gemälde. Foto: Heynkes

Das „Wir“, so Heynkes, sei eine Gruppe von Leuten, die schon am Arrenberg erfolgreich zusammengearbeitet hätten und gerade Visionen für das Areal auf Einern entwickelten. „Wir sind in enger Abstimmung mit der Stadt und werden in Kürze die Politik informieren“, kündigt der Unternehmer an. Deswegen will er sich zu Details des neuen Projektes noch nicht öffentlich äußern. Er lässt aber durchblicken, dass er sich ein Mehrgenerationenwohnen auf dem alten Gutshof genauso vorstellen kann wie einen Hofladen. Seminare zum Thema Nachhaltigkeit könnten dort ebenfalls stattfinden.

2022 sollen die Lichter in der traditionsreichen Wirtschaft wieder angehen. Das dürfte auch viele Menschen in den umliegenden Siedlungen Dellbusch, Sternenberg und Mollenkotten freuen. Denn auf der Nordost-Höhe von Wuppertal wäre eine Bio-Gastwirtschaft ein echtes Novum.