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Corona: Wuppertal geht Richtung Stufe 1

Aktuelle Corona-Lage : Wuppertal geht Richtung Stufe 1

Der Inzidenzwert steigt weiter. Mehr Luftfilter für Schulen und Kindergärten. Und der Impfbus steht bald vor den Supermärkten. Die Stadtverwaltung gab am Donnerstagmorgen (22. Juli 2021) einen aktuellen Corona-Überblick.

Ab Montag (26. Juli 2021) könnte Wuppertal wieder in die Stufe 1 (unter anderem leichte Einschränkungen bei Großveranstaltungen, keine Änderungen in der Gastronomie) der Corona-Schutzverordnung rutschen.

Sechs Tage in Folge liegt der Inzidenzwert über 10. Als einen Wettlauf der Delta-Variante mit der Impfquote bewertet OB Uwe Schneidewind die aktuelle Corona-Lage. Mehr und vor allem niedrigschwellig Impfen lautet deshalb die Strategie des Wuppertaler Krisenstabs. Während das Impfzentrum immer weniger nachgefragt wird und deshalb bald auch seinen Betrieb auf dienstags bis sonntags reduziert, finden vermehrt mobile und dezentrale Impfungen in den Stadtteilen statt. Diese Woche waren Impfteams am Haspel und in Langerfeld unterwegs, kommende Woche werden der Mirker Bahnhof und die City-Arkaden anvisiert. Und ein Impfbus soll bald vor den großen Supermarkt-Filialen parken. Schneidewind appelliert: „Schützen Sie sich und andere. Vor allem Menschen, die sich nicht impfen lassen dürfen.“

Menschen, die geimpft werden dürfen, für die es aber keine allgemeine Empfehlung gibt, sind Kinder ab zwölf Jahren. Stadtdirektor Johannes Slawig bittet in Hinblick des bald startenden Präsenzunterrichts Familien, das Impfangbot auch für Jugendliche zu nutzen. Die Stadt hat derweil 24 mobile Luftfilter für schlecht belüftete Klassenzimmer und Kita-Räume selbst angeschafft. Weitere Geräte sollen, finanziert durch Förderprogramme des Landes, noch hinzukommen.

Die Situation in den Wuppertaler Krankenhäusern sei momentan entspannt. Unter zehn Covid-Patienten liegen dort derzeit, die meisten von ihnen allerdings auf den Intensivstationen. Die Zahl der belegten Krankenhausbetten statt des Inzidenzwertes als neuen Richtwert zu nehmen, lehnt Slawig zunächst ab. „Ich halte den Inzidenzwert für eine gute Kennzahl“, sagt er auf Rundschau-Nachfrage. Wie mit dem steigenden Wert umzugehen sei, lege das Land nach wie vor fest.