1. Nicht kurz vor der Klassenarbeit anfangen
Oft wird der Fehler gemacht, den Lernstoff erst kurz vor einer Prüfung zu wiederholen. So entsteht unnötiger Druck und viele Inhalte bleiben nur im Kurzzeitgedächtnis. Besser ist es, Unterrichtsinhalte regelmäßig nachzuarbeiten. Schon 10 bis 15 Minuten pro Tag können stark dazu beitragen, das jeweilige Wissen langfristig zu festigen. So lässt sich die Vorbereitung auf Klassenarbeiten dann deutlich entspannter gestalten.
2. Schwierige Fächer früher angehen
Viele Schüler schieben die Fächer, die ihnen schwerfallen, vor sich her. So werden Probleme oft noch größer, als sie eigentlich schon sind. Wenn man merkt, dass bestimmte Themen dauerhaft Schwierigkeiten bereiten, sollte man möglichst früh handeln. Gerade in Mathematik oder Fremdsprachen bauen die Inhalte aufeinander auf. Wenn man hier Wissenslücken rechtzeitig schließt, hat man später deutlich weniger Probleme. Manche Familien entscheiden sich für die Kinder deshalb auch dafür, gezielte Unterstützung zu suchen oder zusätzlichen Unterricht in Anspruch zu nehmen. Gezielt Englisch Privatunterricht zu nehmen, kann zunächst dazu beitragen, Unsicherheiten aus dem Unterricht auf individuelle Weise wieder auszubügeln und wieder für Sicherheit zu sorgen.
3. Einen festen Lernplatz einrichten
Auch die Umgebung nimmt großen Einfluss auf die Konzentration. Ein fester Arbeitsplatz hilft in diesem Zusammenhang dabei, sich schneller auf schulische Aufgaben einzustellen. Es muss natürlich kein eigenes Arbeitszimmer sein, aber bestenfalls ein ruhiger Platz, an dem man möglichst ungestört arbeiten kann. Handy, Fernseher oder andere Ablenkungen sollten während der Lernzeit keine Rolle spielen. Vor allem, wenn man regelmäßig zuhause lernen möchte, helfen Strukturen und ein dauerhaft eingerichteter Lernplatz dabei, letztlich effizienter zu arbeiten.
4. Realistische Ziele setzen
Viele Schüler nehmen sich zu viel auf einmal vor, so entsteht dann meist Frust. Sinnvoller ist es, erst einmal ein paar kleinere Ziele zu definieren. Statt ein ganzes Kapitel an einem Nachmittag zu bearbeiten, kann man sich zum Beispiel auf gezielte Themen konzentrieren. Kleine Fortschritte motivieren und sorgen dafür, dass das Lernen überschaubar bleibt. Außerdem kann es hilfreich sein, auch einmal verschiedene Lernmethoden auszuprobieren. Schließlich hat jeder seine eigene Art und Weise, Informationen aufzunehmen und sie zu verarbeiten.
5. Lernen und Freizeit voneinander trennen
Gute Leistungen entstehen nicht durch ständiges Lernen. Auch die Erholung spielt eine wichtige Rolle. Sport, Hobbys oder Zeit mit Freunden sind überaus wichtig, wenn man den Kopf freibekommen möchte. Wenn man dauerhaft unter Druck steht, verliert man meist schneller die Motivation. Deshalb sollten auch freie Zeiten ganz bewusst eingeplant werden.
6. Fehler als Chance nutzen
Schlechte Noten oder Fehler bedeuten nicht gleich, dass etwas grundsätzlich nicht funktioniert. Meist zeigen sie lediglich, an welchen Stellen noch Unsicherheiten bestehen. Deshalb lohnt es sich, die Klassenarbeiten genau anzuschauen und typische, wiederkehrende Fehler noch einmal genau unter die Lupe zu nehmen. So wird meist sichtbar, welche Themen noch einmal wiederholt werden sollten.
7. Eltern sollten unterstützen, nicht kontrollieren
Viele Eltern möchten ihren Kindern natürlich helfen und kontrollieren deshalb jede Hausaufgabe oder jede Note. Oft ist es aber viel hilfreicher, ein gewisses Interesse zu zeigen und Unterstützung anzubieten. Für Schüler ist es wichtig, schrittweise zu lernen und Verantwortung für ihren eigenen Schulalltag zu übernehmen.
Diese Gewohnheiten helfen auf lange Sicht
Verbesserungen müssen grundsätzlich nicht sofort sichtbar sein. Ein paar kleine Veränderungen können oftmals den größten Unterschied machen. Beispielsweise:
- den Lernstoff regelmäßig wiederholen
- schwierige Themen frühzeitig bearbeiten
- einen festen Lernplatz nutzen
- realistische Ziele setzen
- genügend Pausen einplanen
- Fehler als eine Art Lernchance sehen
Erfolg schrittweise aufbauen
Gute schulische Leistungen hängen also nicht nur von Talent oder Intelligenz ab. Auch Faktoren wie Organisation, Regelmäßigkeit und die richtige Unterstützung spielen eine wichtige Rolle. Wenn man ein paar gute Lerngewohnheiten entwickelt und Probleme nicht aufschiebt, lässt sich der Schulalltag im Endeffekt um einiges entspannter gestalten. Langfristig zahlt sich das dann in mehr Erfolg und weniger Stress aus.