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Rundschau-Serie "Urbane Oasen": Symphonie in Weiß

Rundschau-Serie „Urbane Oasen" : Symphonie in Weiß

Ein grünes Kleinod im Hinterhof inmitten der Stadt, ein farbenprächtiges Blütenmeer auf dem Balkon oder ein verwunschener Garten – in unserer Serie „Urbane Oasen“ sind die grünen Daumen unserer Leserinnen und Leser gefragt. Diesmal sind wir bei Egon und Annegret Knetschowsky im Schevenhofer Weg in Katernberg an der Stadtgrenze zu Neviges.

Der Schevenhofer Bach läuft direkt durch durch den Garten von Egon und Annegret Knetschowsky. Vor 33 Jahren zog das Ehepaar an die Stadtgrenze zu Neviges, baute dort ein Einfamilienhaus. Ein Garten war auf dem Grundstück bereits vorhanden, gehörte ehemals zum Teil einer Parkanlage und diente einem Wuppertaler Großindustriellen, dem früheren ELBA-Chef, als Wochenendhaus mit Schwimmbad.

Zeitzeuge der vergangen Tage ist der bis heute noch vorhandene riesige Rhododendron-Baum, der dem Garten ein besonderes Flair gibt und mittlerweile rund 100 Jahre alt ist. Alle anderen Pflanzen hat Egon Knetschowsky selbst eingesetzt und gepflegt. „Eine Symphonie in Weiß“, so beschreibt der Architekt seine Blütenpracht mit Flieder und Schneeballhortensien, die überall in seinem Kleinod zu finden sind. Liebevoll eingerichtete Terrassen in verschiedenen Teilen des Gartens laden zum Verweilen ein.

„Mein Garten ist mit Sinn und Struktur gestaltet. Nicht steril, aber eine geplante Wildnis. Meine Stilrichtung ist konsequent nüchtern“, sagt der Baumeister über sein Gartenwerk.

  • Ulrike Zierke und ihr Enkel Liam
    Rundschau-Serie „Urbane Oasen“ : Grünes Kleinod statt grauer Parkplatz
  • Die Mitglieder und Ansprechpartner für die
    Rundschau-Serie „Urbane Oasen“ : Ökologischer Kreislauf im Garten
  • Jeanette Diermann in ihrem Garten in
    Rundschau-Serie „Urbane Oasen“ : Verborgener Garten an der Luisenstraße

Windspiele aus Edelstahl bilden dezente Dekorationen zwischen den verschiedenen Terrassen, die je nach Wetter und Tageszeit immer ein angenehmes Plätzchen bieten. Keine Zäune sind im Garten zu finden, nur Sträucher dienen als natürliche Grenze zu den benachbarten Grundstücken. Das lockt natürlich auch die Tierwelt in das grüne Reich der Knetschowskys. Rehe, Waschbären und eine Entenmutter mit Küken sind nur ein Teil der tierischen Besucher. Der Schevenhover Bach lockt Fischreiher, Fischotter sowie Frösche und Schnecken an. Viele Vogelarten, Fledermäuse und Eichhörnchen haben hier ein Zuhause gefunden.

Vom Hochwasser des 14. Juli blieb das Ehepaar nicht verschont. Durch den Starkregen wurde der Schevenhofer Bach zum reißenden Fluss und setzte den Keller des Hauses komplett unter Wasser. Doch der 83-jährige, immer gut gelaunte Gartenfreund trotze der Flut und legte den Keller wieder trocken. Der Fluss ist mittlerweile wieder ein friedlicher Bach geworden.

Egon Knetschowsky über sein grünes Kleinod: „Irre Menschen hasten, kluge Menschen warten, weise Menschen gehen in den Garten Da gehe ich jetzt zum Verweilen hin, er ist von Mai bis September mein Wohnzimmer.“ Hier geht es zur Bildergalerie: